20 Jahre Mauerfall Darum ist die Schweiz nicht eingeladen

  • Publiziert: 09.11.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Antonia Sell

BERLIN – Angela Merkel lädt zum «Fest der Freiheit»: Deutschland feiert mit der Welt den 20. Jahrestag des Mauerfalls. Doch die Schweiz hat keine Einladung bekommen. Wieso eigentlich nicht?

Ein rauschendes Fest steigt in der vereinten Hauptstadt. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die damals am 9. November 1989 selbst über die Bornholmer Brücke in Richtung Westen ging, hat hunderte Staatsoberhäupter geladen, mit ihr und dem deutschen Volk 20 Jahre Mauerfall zu feiern.

Die Schweiz ist nicht eingeladen

Die Schweiz allerdings ist nicht dabei. Bern hat keine Einladung aus Berlin erhalten.

Wieso eigentlich nicht? «Zum Jubiläum des 20. Jahrestags des Mauerfalls sind nur Vertreter aus EU-Staaten oder den vier Siegermächten USA, Grossbritannien, Frankreich und Russland geladen», erklärt Georg Fargo, Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin auf Anfrage von Blick.ch. Und dazu gehöre die Schweiz nun mal nicht. «Ausnahmen werden für Zeitzeugen gemacht, wie zum Beispiel Gorbatschow», so der Sprecher in Berlin weiter.

Bei der Schweiz macht Deutschland aber keine Ausnahme. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz und seine Kollegen in Bern müssen zu Hause bleiben.

Auch Helmut Kohl fehlt

Einer der ganz grossen Namen der Wiedervereinigung fehlt allerdings auch in Berlin: Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl. Er muss aus gesundheitlichen Gründen den Feierlichkeiten fern bleiben.

Heute fällt die Domino-Mauer

Das «Fest der Freiheit» wird heute um Punkt 19 Uhr mit einem Open Air Konzert am Pariser Platz eröffnet. Eine knappe halbe Stunde später marschieren dann die Ehrengäste (Staats- und Regieringschefs der Europäischen Gemeinschaft) durch das Brandenburger Tor von Ost nach West.

Dann, um 20 Uhr sollen 1000, von Künstlern und Studenten bemalte, Dominosteine den Fall der Mauer symbolisieren. Während sie fallen sprechen Michael Gorbatschow und Hans-Dietrich Genscher als Zeitzeugen.

«Wir sind nicht geboren, um zu folgen»

Den «sanften Revolutionen», die den Weg für den Umbruch in der DDR geebnet haben, ist der Song von Bon Jovi «We werent born to follow («Wir sind nicht geboren, um zu folgen») gewidmet.

Das Finale der grossen Feierlichkeiten zum wohl wichtigsten Tag in der deutschen Geschichte findet am Brandenburger Tor, auf dem Platz des 18. März, statt. Die letzten Dominosteine fallen, die Hymne «We are One» («Wir sind Eins») ertönt und das deutsche Volk steht vereinigt zusammen – und das nun schon wieder seit 20 Jahren.
play Aus Bern ist niemand eingeladen.... (Keystone)

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