Dank Zürcherin Olivia Der schönste Tag im Leben für Strassenjunge Carlos

Ein obdachloser Junge in der prallen kolumbianischen Sonne bewegte Olivia Maurer und ihren Reisebegleiter so, dass sie ihm einen aussergewöhnlichen Tag ermöglichen wollten.

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Die Zürcherin Olivia Maurer (23) machte im letzten Dezember zusammen mit einem Freund in Kolumbien Ferien. Am letzten Ferientag kurz vor Weihnachten beobachteten die beiden in einem Park in Bogotá eine Szene, die man in südamerikanischen Grossstädten häufig antrifft: Ein 16-jähriger Junge lag in zerfetzter Kleidung und ohne Schuhe schlafend in der prallen Sonne. Olivia und ihr Begleiter stellten dem schlafenden Bub eine Flasche Wasser hin und gingen weiter.

Doch sie konnten das Elend des Strassenjungen nicht vergessen. Kurzerhand beschlossen sie, dem Jungen einen besonderen Tag zu ermöglichen. Olivia filmt das Ganze. «Wir gingen zum Jungen zurück, weckten ihn auf und fragten ihn, weshalb er auf der Strasse lebe», erzählt sie.

Olivia (23) und Carlos Mario (16). play
Olivia (23) und Carlos Mario (16). zvg

Für einen Tag ein König

Die Touristen erfuhren, dass der junge Obdachlose Carlos Mario heisst. Er riss mit elf Jahren von zu Hause aus, seine Eltern hatten ihn schwer misshandelt. «Seine Geschichte berührte mich sehr», sagt Olivia.

Um einen Lichtblick in den Alltag von Carlos Mario zu bringen, wollten die Reisepartner ihm «den schönsten Tag seines Lebens» bescheren: Sie kauften ihm neue Kleider und Schuhe, gingen mit ihm zum Coiffeur, liessen ihn in einem Hotel duschen und besuchten mit ihm ein Restaurant. 

Nun haben Olivia und ihr Reisepartner aus dem Erlebten einen Film zusammengeschnitten, um ihn auf Facebook unter dem Hashtag #makesomeonesday zu verbreiten. So wollen sie andere Menschen inspirieren, es ihnen gleichzutun und jemandem in Not ein klein wenig zu helfen.

Carlos Mario lebt weiterhin auf der Strasse. «Es war ein Tropfen auf den heissen Stein, das ist klar. Doch es hat sich gelohnt», ist Olivia überzeugt. (pfc)

Publiziert am 07.01.2017 | Aktualisiert am 08.01.2017
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41 Kommentare
  • Roland  Mumenthaler aus Lima
    08.01.2017
    Man muss in diesen Laendern leben oder gelebt haben damit man weiss was so abgeht und wo man, wenn schon, am besten helfen kann. Wir leben seit bald 50 Jahren in Lateinamerika und haben viel erlebt.
  • Christine  Moser , via Facebook 08.01.2017
    Hr Stierli aus Mexiko eben welche Schulen sind gut ,habe Sie eine email adresse oder FB? Olivia haben Sie noch Kontakt zu dem Buben?Sonst kann man ja nichts machen.
  • Hubert  Schoch 08.01.2017
    auf den ersten Blick sehr nett, auf den zweiten Blick etwas naiv, auf den dritten Blick sogar contraproduktiv.
    Aber solche Dinge darf man ja nicht sagen
  • Edi  Rey aus Romanshorn
    08.01.2017
    Am besten finde ich ja, dass Menschen, die andern Menschen helfen, sich gegenüber Geizhälsen umd Ignoranten noch rechtfertigen müssen. Super.
  • Yanic  Sakiz aus Ljubljana
    08.01.2017
    Mich würde interessieren was Frau Olivia Maurer dazu sagt, ob sie dadurch ihren Vegan Lifestyle mit ihren Instagram Kolleginnen besser Leben kann. Ob sie dadurch bei ihrer "coolen" Instagram, Pinterest oder Twitter Community besser ankommt, nun mehr Fame hat und daurch besser schlafen kann? Ich meine sie hat es in den Blick geschafft..

    Ach mich würde auch interessieren ob sie Neuigkeiten vom Jungen hat? Ob er die erste Nacht mit den neuen Kleider überhaupt überlebt hat..