Dank Hilfe aus der Schweiz Ihr Häuschen trotzte dem Monster-Sturm

Der Hurrikane Matthew forderte mehrere tausend Menschenleben, vernichtete die Ernte und zerstörte unzählige Häuser. Doch Sarah Saint-Pierre (22) hatte Glück, auch dank der Hilfe aus der Schweiz.

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Mit 230 Kilometern pro Stunde ist Hurrikan Matthew am 4. Oktober über die Karibikinsel Haiti gefegt. Er hinterliess enormes Leid: Mehrere Tausend Menschen sind tot, die Ernten vernichtet. Auch die Versorgung mit Wasser ist zusammengebrochen. Es droht eine Cholera-Epidemie. Viele Familien stehen vor dem Nichts.

Grosses Glück hatte dieses Mal die Familie von Sarah Saint-Pierre (22). Sie wohnt etwa 50 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Beim Erdbeben 2010 mit gegen 300'000 Toten hatte sie alles verloren, bekam aber dank Spendengeldern aus der Schweiz ein neues, 29 Quadratmeter grosses Häuschen. Und das trotzte nun dem Monsterhurrikan Matthew. Lediglich ein kleiner Holzanbau sowie der Gemüsegarten wurden zerstört. Priska Spörri (53), Mediensprecherin der Glückskette, zu BLICK: «Nach dem Erdbeben haben wir aus Spendengeldern das Schweizerische Rote Kreuz beim Bau von 600 Häusern unterstützt.» Diese erdbeben- und sturmsicheren Gebäude mit Wassertank und Latrine sind Bausätze aus Vietnam. Preis pro Stück: 6000 Franken.

Haitianer, die eines bekamen, mussten selber Hand anlegen, konnten aber ihr neues Heim individuell gestalten. Priska Spörri: «Diese Investition hat sich gelohnt. Von allen 600 Gebäuden hat der Hurrikan nur sechs leicht beschädigt.»
Wie viel der nun eingegangenen Spenden von 5,5 Millionen Franken für den Kauf neuer Häuser eingesetzt werden, ist offen. In der ersten Phase gibt es Notunterstände sowie Wasser, Essen und Werkzeuge.

Die Hilfe eilt. Spörri: «Die bevorstehende Regenzeit verheisst nichts Gutes für Leute ohne Obdach und für die schlechten Strassen. Die Stimmung der verzweifelten Menschen könnte in Gewalt umschlagen.»

Publiziert am 29.10.2016 | Aktualisiert am 24.11.2016
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7 Kommentare
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    30.10.2016
    Das mit der drohenden Cholera-Epidemie zeigt das peinliche Versagen aller Beteiligten. Choleraerreger sind extrem UV-empfindlich und sie sterben bei 65°C ab. Entweder man kocht das Wasser oder aber man entkeimt es mit Sonnenlicht. Dazu füllt man das Trinkwasser in durchsichtige PET-Flaschen und legt sie 8 Stunden in die Sonne. Das Problem ist wirklich leicht zu lösen. PET Flaschen gibt es inzwischen im letzten Winkel dieser Welt.
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    30.10.2016
    Staaten sollten Gebiete aufteilen. Hilfswerke sollten dann gezielt nur eine spezielle Art der Hilfe anbieten. Wasserversorgung, Notrationen, Medizin, oder Häuserbau. So kann man am Schluss auch besser über den Erfolg berichten. Das Quer Beet verteilen der gespendeten Summen verläuft so weniger in trüben Quellen!
  • Beat  Küng aus Bellinzona
    30.10.2016
    Ein 29 m2 Haus, und darin lebt eine ganze Familie...!? Dafür haben sie einen neuen Wassertank. Für dieses Geld hätte man ein richtiges Haus bauen können, und der Wassertank hätte auch gegraben und verputzt werden können, so wie das in der Karibik Tradition ist.

    Die Türe hat einen riesigen Spalt, ideal für Kakerlaken und Ratten. Dafür kocht man am Boden. Die Toilette ist wohl im Wald. Diese Art von "Hilfe" ist eine Schande und der Schweiz unwürdig.
  • Thomas  Friedli aus Guadiaro
    29.10.2016
    600x6000 gibt 3.6 mio. Wieso weiss man dann nicht wieviel der gespendeten 5.7 mio für die häuser verwendet wurden? Und die restlichen gelder wohin oder auf welche konten sind die geflossen?
    • Enrico  Sana 30.10.2016
      Wie viel von den NUN eingegangenenen (....) für NEUE Häuser (...)

      Wer lesen (und verstehen) kann, ist klar im Voeteil. Dies beantwortet zumindesr Ihre erste Frage.
    • Andreas  Kaufmann 30.10.2016
      Das Rote Kreuz hat sicher nicht nur diese 600 Häuser gestiftet, sondern auch in andere Bereiche investiert, wie z.B. Notunterkünfte, Notrationen, Medizin, Wasserversorgung etc. Ohne eine minimale Grundversorgung hätte man sonst keine Häuser mehr bauen müssen, weil die Leute entweder verhungert oder an Krankheiten gestorben wären...
    • chris  gangl 30.10.2016
      Wie viel der nun eingegangenen Spenden von 5,5 Millionen Franken für den Kauf neuer Häuser eingesetzt werden, ist offen.
      Lernen sie mal lesen.