Damit droht Obama Putin Was sind tödliche Verteidigungswaffen?

WASHINGTON/MOSKAU/KIEW - US-Präsident Barack Obama schliesst eine direkte militärische Unterstützung der Ukraine im Konflikt mit den russischen Separatisten nicht mehr aus. Denkbar ist die Lieferung von «tödlichen Verteidigungswaffen». Doch was heisst das?

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Vor dem geplanten Gipfeltreffen zur Ukraine-Krise in der weissrussischen Hauptstadt Minsk hat US-Präsident Barack Obama den Druck auf Russlands Staatsoberhaupt Waldimir Putin erhöht.

In einem Telefongespräch forderte Obama den Kreml-Chef auf, die Gelegenheit für eine friedliche Lösung des Konflikts zu ergreifen.

«Kosten steigen»

Sollte Russland weiterhin Truppen und Waffen in die Ukraine schicken und die Separatisten finanziell unterstützen, würden «die Kosten» für Russland steigen, so Obama.

Im Raum steht demnach auch eine direkte militärische Unterstützung der Ukraine durch die USA. Als eine Option nannte Obama auch die Lieferung von «lethal defensive weapons» an die ukrainischen Verbündeten – tödlichen Verteidigungswaffen.

Ein Mittelweg

Doch was steckt hinter diesem paradox klingenden Begriff?

Laut «Spiegel Online» handelt es sich dabei um «einen Mittelweg» zwischen Ausrüstungsgegenständen wie Schutzwesten und Helme und Angriffswaffen wie Kampfflugzeuge und Panzer. Waffen also, die Angreifer zwar töten, aber nicht für grosse Offensivschläge genutzt werden können – in der Theorie.

Begriff absichtlich gewählt

Eindeutig definieren lasse sich dieser Waffentypus kaum. Der Bericht nennt etwa Panzerabwehrwaffen, Drohnen, Raketenabwehrsysteme oder bewaffnete Geländewagen (siehe Bildergalerie).

«Spiegel Online» mutmasst zudem, dass Obama den Begriff «Verteidigungswaffen» absichtlich gewählt habe, um einer vorschnellen Eskalation des Konflikts vorzubeugen.

Umstrittene Waffenlieferungen

In der Tat ist sich die internationale Gemeinschaft in der Frage um mögliche Waffenlieferungen an die Ukraine uneins. Deutschland, Grossbritannien, Dänemark und die Niederlande lehnen diese Option ab. Auch die Slowakei, Österreich und Schweden sind dagegen.

Der litauische Aussenminister Linas Linkevicius hat sich hingegen für die Lieferung defensiver Waffensysteme ausgesprochen. «Wir sollten der Ukraine helfen», sagte er Anfang dieser Woche in Brüssel.

Verteidigungswaffen für den Frieden

Auch der ukrainische Aussenminister Pawlo Klimkin fordert die Lieferung von Abwehrwaffen für sein Land: «Wir brauchen diese Waffen, um gegen die von Russland unterstützten Terroristen gezielt zurückschlagen zu können», sagt er der «Zeit».

Damit sollen die Kosten für Russland in die Höhe getrieben werden. Erst wenn die Kosten für die Aufrechterhaltung des Konflikts steigen würden, könne es eine Stabilität geben. «Wir brauchen Verteidigungswaffen, um Frieden zu schaffen», so Klimkin. (bau/SDA)

Publiziert am 11.02.2015 | Aktualisiert am 11.02.2015
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50 Kommentare
  • Toni  Egger 12.02.2015
    Dieses ganzen Gespräche dienen nur dazu Zeit zu erhalten, damit die eingeschlossenen Soldaten befreit werden können, zudem wollen die VSA Krieg um ihre Währung Probleme zu lösen, dh. somit könnten die Russen als Kriegs Treiber herhalten und somit die VSA Masse gesteuert werden
  • Willi  Schlumpf 12.02.2015
    Das ist ganz gefaerhlich was da abgeht, die Amis haben
    doch nichts in der Ukraine zu tun? Wenn da ein russischer
    Soldat durch durch die Amis umkommt haben wir den
    Teufel im Dach.
  • Peter  Weber aus Zürich
    11.02.2015
    Krieg produziert nur Verlierer. Die Staaten haben auch nachher ein riesiges Problem.
    • Michel  Müller aus Zurich
      11.02.2015
      Leider falsch, würde es nur Verlieren geben würde es keine Kriege geben. Es hat immer Kriegsgewinner und Verlierer nur die Zivilbevölkerung verliert immer.
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    11.02.2015
    Warum so umständlich? Die USA brauchen nur ihre Daten der luft- und satellitengestützten Aufklärung über die Separatisten an die ukrainische Armee zeitnah weiterzugeben. Bessere Zielkoordinaten können Artillerie und Luftwaffe gar nicht bekommen.
    Da braucht man keine Waffen zu liefern, Fernaufklärung tut es auch. Und das kann man ganz im Verborgenen machen.
    • Klaus  Müller 11.02.2015
      Ähnliches machen sie doch längst. Man kann aber keinen Konflikt gewinnen, wenn die eigenen Leute nicht kämpfen wollen. Wofür auch? Es ist ein Stellvertreterkrieg und darum flüchten junge Männer zuhauf vor der Einberufung.
  • jürg  frey aus teufen
    11.02.2015
    Puff und der 3 WK kommt schneller als erwartet, und dass für ein Stückchen erzwungenes EU Land. Der Weg lohnt sich!!