Frauen-Porno Dafür zahlt der Steuerzahler

  • Publiziert: 04.09.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

STOCKHOLM – Feministen-Pornos, vom Steuerzahler finanziert. Sowas ist in Schweden möglich. Doch nicht alle freuts.

Pornofilme kommen meist ohne Geschichte, Dramaturgie, Charakterdarsteller oder Happy-End aus – für die meisten kein Problem. So sind es vor allem die Frauen, die sich ob der stupiden Rammelei ohne Sinnlichkeit enervieren und fehlende Erotik in den Werken der Pornoindustrie beklagen.

Auch die schwedische Regisseurin Mia Engberg sprachen die gängigen Streifen zuwenig an und so drehte sie «Dirty Diaries» (schmutzige Tagebücher). «Der Film ist nicht gemacht, um Männern zu gefallen», sagt sie. Er zeige die Sexualität aus der weiblichen Perspektive. So mache der Film die Frau nicht zum Objekt, sondern zeige sie auf natürliche Art und Weise.

Das besondere am Film ist: Er wird vom schwedischen staatlichen Filminstitut finanziert. Dahinter steht der schwedische Steuerzahler. Und wird mit total 500000 Schwedischen Kronen (73000 Franken) zur Kasse gebeten.

Dagegen wehrt sich nun Beatrice Fredriksson, Mitglied der Partei des schwedischen Premierministers. «Nur weil es ‹feministisch› ist, sollte es nicht von der Regierung unterstützt werden», sagt sie gemäss der «Brisbane Times».

Gegen das Argument wehrt sich Regisseurin Mia Engberg: «Wir haben 70 Minuten hochwertiges Material produziert.» Das Geld hätte dümmer angelegt werden können.

In Stockholm lief der Streifen gestern an. Der Film besteht aus 12 Kurzfilmen. (num)

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