Greenpeace Dänemark lässt Schweizer Aktivisten frei

  • Aktualisiert am 02.01.2012
Die Greenpeace-Aktivisten werden gestoppt.- Keystone

KOPENHAGEN – Am 17. Dezember wurde er verhaftet – jetzt ist er frei. Der Schweizer Greenpeace-Aktivist, der bei einer Aktion am Rande des Uno-Klimagipfels verhaftet wurde, könnte dennoch verurteilt werden.

Heute haben 90 Personen mit einer Mahnwache vor der dänischen Botschaft für die Freilassung des Schweizer Greenpeace-Aktivisten demonstriert. Offenbar wars hilfreich: Greenpeace teilt mit, dass er und drei weitere Umwelt-Aktivisten nun von den dänischen Behörden freigelassen wurden.

Der Schweizer war zusammen mit den drei weiteren Sympathisanten am 17. Dezember in Kopenhagen verhaftet worden und sass seither in Untersuchungshaft.

EDA freut sich

Das Eidgenössische. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte die Meldung. «Wir freuen uns über die Freilassung», erklärte EDA- Sprecher Adrian Sollberger auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hatte sich in einem Telefonat mit ihrem dänischen Amtskollegen Per Stig Moeller persönlich für den betroffenen Schweizer und für die Verbesserung der Haftbedingungen engagiert.

Verkleidet an den Empfang der Königin

Verkleidet als Ministerpaar mit Bodyguard hatten sich die Aktivisten am Rande des Uno-Klimagipfels beinahe Zutritt zum Bankett der dänischen Königin mit den anwesenden Staats- und Regierungschefs verschafft. In der Eingangshalle des königlichen Palasts mischten sie sich unter Politiker und entfalteten ein Transparent.

Morgen Donnerstag wollen die Behörden in Kopenhagen die Anklageschrift veröffentlichen. Den Aktivisten drohen immer noch Gefängnisstrafen. (num/SDA)

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