Crash-Kurs bei CIA

  • Aktualisiert am 03.01.2012

WASHINGTON – So sieht Barack Obamas erster Arbeitstag als designierter US-Präsident aus: Er erhält sein erstes Briefing durch die Geheimdienste und macht sich mit einem prominenten Team White-House-tauglich.

Obama soll die gleichen Informationen bekommen wie der amtierende Staatschef und Oberbefehlshaber George W. Bush, erklärte CIA-Direktor Michael Hayden in einem Brief an seine Mitarbeiter. Deswegen das heutige Briefing durch den Geheimdienst CIA. Themen gibt es genug: Neben den Kriegen in Afghanistan und im Irak muss sich Obama mit dem iranischen Atomprogramm und der Bedrohung durch Terroristen beschäftigen.Ärger mit Russland und GuantánamoAuch die Proteste gegen US-Angriffe auf pakistanische Dörfer an der Grenze zu Afghanistan und die Zukunft des umstrittenen Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba werden vermutlich auf der Tagesordnung stehen. Obama will Guantánamo schliessen lassen.Besondere Aufmerksamkeit dürfte bei der Unterredung mit der CIA auch der russischen Regierung zukommen, die den neuen US-Präsidenten gestern mit der Ankündigung begrüsst hat, Kurzstreckenraketen an die polnische Grenze zu verlegen und damit auf den geplanten US-Raketenschild zu reagieren.An der Sitzung dürften aber sicher auch die Gefahren von Terroranschlägen kommen. Offenbar rechnet man gearde jetzt mit derlei Anschlägen. Gestern warnte der Heimatschutz-Minister Michael Chertoff, es bestehe gerade in einer Übergangsphase immer eine erhöhte Gefahr von Terroranschlägen. (SDA/gux)

<b>Prominentes Team</b>

Schon gestern ernannte Obama ein Übergangsteam, das den Regierungswechsel vorbereiten soll. Der frühere Clinton-Mitarbeiter John Podesta, die Obama-Beraterin Valerie Jarrett und Pete Rouse, Obamas Stabschef im Senat, leiten das neue Team. Mit dabei auch Susan Rice, die in US-Medien als mögliche nationale Sicherheitsberaterin in der Regierung Obama gehandelt wird. Weitere Mitglieder sind die demokratische Gouverneurin von Arizona, Janet Napolitano, der Dekan der kalifornischen Berkeley Universität, Christopher Edley sowie Federico Pena, der als Verkehrs- und Energieminister unter dem ehemaligen Präsidenten Bill Clinton gedient hatte. Nach Informationen der «New York Times» soll Obama dem Kongressabgeordneten Rahm Emanuel den Job eines Stabschefs im Weissen Haus angeboten haben. Emanuel diente schon Clinton als enger Berater.

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