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Es war brisant, was da Ende vergangener Woche an die Öffentlichkeit kam: Der ehemalige CIA-Agent John Kiriakou sagte, dass bei der Befragung von Terrorverdächtigen ein als «Waterboarding» bezeichnetes Verfahren eingesetzt worden sei. Dabei wurde den Betroffenen das Gefühl vermittelt, dass sie gleich ertrinken würden. Kritiker bezeichnen diese Verhörmethode als Folter.
Kiriakou sagte, der Einsatz von «Waterboarding» sei von hohen Beamten gebilligt worden. «Dies war eine Politik, die im Weissen Haus gemacht wurde, mit Zustimmung des Nationalen Sicherheitsrats und des Justizministeriums», sagte der frühere CIA-Agent.
Die umstrittene Methode wurde beim Verhör des Al-Kaida-Verdächtigen Abu Zubaydah eingesetzt, dessen Befragung die CIA auf Video festhielt. Diese Bänder wurden vor zwei Jahren vernichtet. Zubaydah wird im Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba festgehalten.
Nun musste CIA-Chef Michael Hayden vor dem US-Kongress Stellung nehmen. Jedoch nicht zur Zufriedenheit der Senatsmitglieder. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Jay Rockefeller, sprach nach der eineinhalbstündigen Befragung von einer «nützlichen, aber unvollständigen Anhörung». Offen blieben die Fragen, wer die Zerstörung der Bänder angeordnet hat und warum der Kongress nicht davon unterrichtet wurde.
Hayden verteidigte sich: «Andere Leute in der Behörde wissen da viel besser Bescheid als ich», sagte er. Da die Bänder unter der Aufsicht des früheren CIA-Chefs George Tenet angefertigt und unter dessen Nachfolger Porter Goss zerstört worden seien, habe er nicht alle Fragen vollständig beantworten können, sagte Hayden.
Am Mittwoch sollte er auch den Abgeordneten im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses Rede und Antwort stehen.
Rechtfertigung gabs auch vom Weissen Haus: Das von Präsident George W. Bush gebilligte Verhörprogramm der CIA sei sicher, hart, wirksam und legal, sagte Pressesprecherin Dana Perino. «Wir foltern nicht», sagte Perino. «Wir wissen auch, dass dieses Programm Leben gerettet hat, indem terroristische Anschläge gestört wurden.» (AP/spj)
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Musste vor dem Kongress Red und Antwort stehen: CIA-Chef Michael Hayden. (Reuters)