Hysterie China träumt von Lesben-Stadt

  • Publiziert: 08.10.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

PEKING/STOCKHOLM – Wohl zu schön, um wahr zu sein: In Schweden soll es eine Stadt mit 25'000 Lesben geben. In China hat das eine wahre Hysterie ausgelöst.

Die Geschichte tönt wie ein trashiges Manuskript zu einem Film: Chinesische Medien berichteten gestern von einer ominösen schwedischen Stadt mit dem Namen «Chako Paul City». Demnach sollen in diesem idyllischen Ort, tief in den Wäldern Nordschwedens, 25000 Frauen hausen. Das Besondere: Sie alle sind lesbisch!

Angeblich wurde die Stadt 1820 von einer reichen Witwe gegründet. Der Grund für die Bildung dieser Frauengemeinschaft kommt genauso plausibel wie unerhört daher: Männer konnten die Frauen schlicht und einfach nicht mehr ausreichend sexuell befriedigen. Nun sollen vor den Toren zu «Chako Paul City» zwei blonde Schönheiten wachen – und verhindern, das Männer ins reine Frauenterritorium eindringen können.

Bei den Chinesen hat diese Botschaft wie eine Bombe eingeschlagen und eine wahre Hysterie ausgelöst. In den chinesischen Medien war die Stadt das Thema Nummer eins. Nachrichtenagenturen schickten die Entdeckung der Traumstadt eines jeden Mannes über ihre Ticker; sogar Fernsehberichte wurden ausgestrahlt.

Nun wollen plötzlich alle Chinesen in die Lesben-Stadt. Zahlreiche Anfragen gingen beim schwedischen Tourismusverband ein. Die Mitarbeiter wurden regelrecht mit Buchungsaufträgen überschwemmt.

In Schweden selbst ist man ob dem Vorhandensein dieser Stadt völlig ratlos. Ein Pressesprecher des Schwedischen Verbands der Gemeinden und Regionen dementierte die wilde Phantasievorstellung aus China: «Ich habe keine Ahnung, wo das her kommt. Aber es ist nicht wahr», sagte Cleas Bertilson gegenüber «oe24.at».

Den Chinesen selbst ist das indes völlig gleichgültig, alle wollen nun nach Nordschweden. Und so träumen die chinesischen Männer weiterhin von der Stadt der Lesben. (b38)

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