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Es war einer der gewaltigsten je gemessenen Erdstosse, 8,8 auf der Richterskala, 50 Mal stärker als das Beben von Haiti. Die Erschütterung im Pazifik vor Chile hat über siebenhundert Menschen das Leben gekostet, ganze Landstriche zerstört und einen verheerenden Tsunami ausgelöst.
Die Verwerfungen von gewaltigen Fels und Erdmassen haben sogar die Gewichtsverteilung der Erde aus dem Lot gebracht. Kosequenz: Die Erdachse ist um acht Zentimeter verschoben und die Erde dreht sich schneller.
Mit dem Eisläufer-Effekt erklären die Wissenschaftler die physikalische Sensation: Wenn Lambiel und Co. auf dem Eis ihre Pirouetten drehen, wird die Rotation schneller, wenn sie ihre Arme an den Körper legen.
Die Erde hat also quasi nach dem Beben ihre Arme angelegt. Trotzdem: Es wird nun nicht merklich früher dunkel. Die Tagesdauer hat durch die Erdachsenverschiebung um 1,26 Mikrosekunden abgenommen. Eine Microsekunde ist der millionste Teil einer Sekunde. (bhi)