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Kommt die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Betancourt nun endlich frei? (AP)
Manuel Marulanda erlag nach den Erkenntnissen der Geheimdienste bereits Ende März einem Herzinfarkt. Doch erst am Samstag gab dies Kolumbiens Regierung bekannt.
Die linksgerichtete kolumbianische Guerillaorganisation Farc hat den Tod ihres Chefs bestätigt. Marulanda war auch bekannt unter seinem Spitznamen «Tirofijo», was so viel wie «Sicherer Schuss» bedeutet.
Marulanda alias Pedro Antonio Marin wurde vermutlich am 12. Mai 1928 geboren. Die Farc gründete er in den 1960er-Jahren als marxistische Revolutionsbewegung.
Die Gruppe zählt zurzeit etwa 17‘000 Mitglieder. Sie musste in den letzten Jahren empfindliche Verluste durch das Militär und die Polizei hinnehmen. Jetzt sind viele der Rebellen offenbar des Kämpfens müde.
«Die Regierung hat Anrufe erhalten, in denen bestimmte Führer der Farc mitteilten, sie wollten aufgeben und Ingrid Betancourt freilassen, wenn die Regierung ihnen Freiheit garantiert», sagte der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe. Die Farc-Chefs sollten dann Frankreich übergeben werden. Dort könnten sie «von ihrer Freiheit Gebrauch machen».
Die Farc halten zwischen 700 und 1000 Geiseln fest. Auf Vermittlung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez liess sie Mitte Januar die zusammen mit Betancourt verschleppten Geiseln Clara Rojas und Consuelo González frei. (SDA)
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Farc-Boss Manuel «Sicherer Schuss» Marulanda starb an Herzversagen. (Keystone)