Wer alles gegen die Globalisierung protestiert Chaoten, Christen, Charismatiker

  • Publiziert: 04.06.2007, Aktualisiert: 20.01.2012
  • von Elie Peter

HEILIGENDAMM (D) – 1000 Verletzte gab es bei der Demo am Samstag. Seither blickt die Welt auf die G-8-Gegner. Wer sind sie? BLICK erklärt die wichtigsten Gruppen.

Allgemeine Globalisierungs-Kritiker
Das Herz ist Attac mit 90000 Mitgliedern in 50 Ländern – von radikalen Linken über Gewerkschafter bis zu Charismatikern wie dem Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geissler (77). Attac legt Wert auf friedlichen Protest. Gerechtigkeit jetzt! fordert fairen Welthandel. Der Block G-8 will gewaltfrei die Zufahrten blockieren.

Umweltschützer
Greenpeace (2,8 Mio. Mitglieder) und der Bund für Umwelt und Naturschutz (390000) sind dank der vielen Mitglieder stark. Sie fordern eine ökologische Politik und kritisieren die Gentechnik.

Christen
Erlassjahr.de umfasst evangelische Kirchen, katholische Diözesen, entwicklungspolitische Organisationen. Forderung: Entschuldung der ärmsten Länder. Pax Christi ist katholisch, hält die G-8 für eine nicht legitime Institution.

Helfer
Venro vereint 100 Organisationen, darunter Drittwelt-Helfer wie «Ärzte ohne Grenzen» und «Brot für die Welt». Auch Oxfam kämpft gegen Armut.

Chaoten
Der Schwarze Block (benannt nach dem schwarzen Outfit) ist ein Netzwerk von linksradikalen Gruppen und Einzelpersonen aus ganz Europa. Sie schwören auf Gewalt. Auch Dissent! oder Interventionistische Linke vereinen Militante in ihren Reihen.

Popstars
Am Donnerstag treten Bono, Bob Geldof, Herbert Grönemeyer, Die Fantastischen Vier und weitere Stars in Rostock auf. Als Globalisierungskritiker – aber nicht explizit als Gegner des G-8-Gipfels.

Neonazis
Sie demonstrieren meist allein und illegal – so die Partei NPD am Samstag in Berlin und weiteren Städten. Sie griffen auch Polizisten an.

Auch gestern kam es wieder zu Kämpfen zwischen Polizei und Demonstranten. Morgen beginnt der G-8-Gipfel.

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