Sturmtief «Xynthia» Chaos und Tod in Europa

  • Publiziert: 01.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

MADRID – Dem Orkantief «Xynthia» geht langsam die Puste aus. Überall in den vom Sturm verwüsteten Ländern Westeuropas haben heute die Aufräumarbeiten begonnen.

«Xynthia» hatte gestern eine Schneise der Verwüstung gezogen und mindestens 55 Menschen in den Tod gerissen.

In Frankreich kamen 45 Menschen vor allem bei Überschwemmungen an der Atlantikküste ums Leben, wie das Innenministerium nach einer Krisensitzung gestern Abend mitteilte. In Spanien und Portugal starben mindestens vier, in Deutschland sechs Menschen.

Doch in der Nacht auf heute verlor der Sturm deutlich an Kraft. So blieben in Deutschland die erwarteten neuen Sturmschäden aus. Es wurden von der Polizei nur noch kleinere Sturmschäden und keine Verletzten mehr gemeldet.

Auch der Verkehr auf der Strasse, der Schiene und in der Luft normalisierte sich allmählich. Noch in der Nacht befreiten Hilfskräfte die Strassen und Schienen von herabgestürzten Ästen und Bäumen. Die Schweiz hatte gestern nur Ausläufer von «Xynthia» zu spüren bekommen. Diese richteten zwar einige Schäden an, verletzt wurde aber niemand.

Die Europäische Union ist zur Hilfe für die Opfer des Sturms bereit. Die EU-Kommission werde Hilfe für die am meisten betroffenen Länder prüfen, erklärte Kommissionspräsident José Manuel Barroso gestern Abend in Brüssel. Er bekundete seine Anteilnahme und seine Solidarität mit den Opfern. (SDA/hhs)

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