Castro zeigt Obama die kalte Schulter

  • Publiziert: 14.04.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

HAVANNA – Fidel Castro kritisiert die von Barack Obama durchgesetzten Lockerungen in der Kuba-Politik. Sein Land brauche keine Almosen.

Das ist die neue Kuba-Politik von Präsident Obama: Die Blockade gegen den kommunistischen Inselstaat wird gelockert. Künftig dürfen Exil-Kubaner ihre Angehörigen jederzeit und so oft sie wollen besuchen.Geldüberweisungen in beliebiger Höhe sind zulässig.US-Telekommunikationsunternehmen dürfen in Kuba ihre Dienste anbieten. Diese Milderungen betreffen 1,5 Millionen US-Bürger kubanischer Abstammung. Bis jetzt durften Amerikaner mit kubanischen Wurzeln ihre Familien nur alle drei Jahre einmal besuchen. Eine finanzielle Unterstützung durfte nur alle drei Monate mit maximal 300 Dollar erfolgen. Castro will keine AlmosenDie Antwort von Kubas Revolutionsführer Fidel Castro kam prompt. Auf der offiziellen Website Cubadebate kritisiert Fidel Castro die Entscheidungen Barack Obamas: Das 1962 verhängte Handelsembargo gegen Kuba habe Obama mit keinem Wort erwähnt. Dazu bleibt US-Bürgern ohne kubanische Wurzeln die Einreise untersagt. Auch, dass von nun an aus den USA unbegrenzt Geld nach Kuba überwiesen werden darf, kam bei Fidel nicht gut an. Kuba brauche keine Almosen, wetterte er. Castro forderte Obama auf, endlich mit der gescheiterten Kuba-Politik der USA zu brechen. Wie Obama darauf reagiert, könnte der Amerika-Gipfel am kommenden Wochenende in Trinidad und Tobago zeigen. An dem Obama teilnimmt, Castro aber nicht. (SDA/s5j)

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