Car-Crash in Frankreich fordert 43 Tote Kinderleiche aus dem Lastwagen geborgen!

PUISSEGUIN (F) - Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass die beiden Fahrzeuge in Flammen aufgingen. Über 40 Menschen starben heute Morgen bei einem Crash in Südwestfrankreich. Darunter offenbar auch ein Kind.

Car-Fahrer überlebt: So kam es zum Horror-Unfall

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Broc Brown misst 2,33 Meter Der leidende Riese von Michigan
2 Nordkorea «Atommacht werden, ist Politik unseres Staates»
3 Nach Tod eines Schwarzen Proteste in Charlotte gehen weiter

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
46 shares
33 Kommentare
Fehler
Melden

In Puisseguin im Département Gironde nahe Bordeaux (F) ist gegen 7.30 Uhr ein Lastwagen frontal in einen Reisecar gekracht. Durch die Wucht des Aufpralls gingen die beiden Fahrzeuge in Flammen auf. Die Feuerwehr ist mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Im Car sass eine Reisegruppe mit 48 Rentnern. 41 von ihnen starben beim Horror-Crash. Auch der Fahrer des Lastwagens kam beim Unfall auf der Landstrasse 17 ums Leben. Laut «sudouest.fr» konnten sich acht Personen aus dem brennenden Bus retten, darunter der Chauffeur. Entgegen ersten Medienberichten hat er überlebt und ist sogar unverletzt.

Wie der französische Radiosender RTL unter Berufung auf Justizkreise schreibt, wurde in der Führerkabine des Lastwagens die Leiche eines Kindes gefunden. Es könnte sich um den Sohn des Fahrers handeln.

Laut Pierre Dartout, Präfekt von Gironde, erlitten zwei der überlebenden Passagiere ein Schädelhirntrauma und zwei weitere schwere Verbrennungen. Die anderen vier Personen stünden unter Schock oder seien leicht verletzt.

Eine Luftaufnahme zeigt die beiden völlig ausgebrannten, verkohlten Fahrzeug-Wracks.

 

Car-Chauffeur konnte einige Passagiere retten

Philippe Flipot, ein Arzt vor Ort, erzählt «Europe1» vom heldenhaften Einsatz des Car-Chauffeurs. Als er mit dem Fahrer gesprochen habe, sei er «sehr geschockt» gewesen und habe ihm gesagt, dass er den Unfall nicht mehr hätte verhindern können. Doch er habe es geschafft, die Türen zu öffnen und einige Passagiere hätten den Bus verlassen können.

«Unter Lebensgefahr konnte er einige Personen evakuieren», sagt Flipot. Um ihn hätten die Flammen gelodert.

Es habe einige Verletzte «in kritischem Zustand» gehabt, beschreibt der Arzt die Situation weiter. «Ich habe Personen gesehen, bei denen 20 Prozent der Körperoberfläche verbrannt waren.» Eine Überlebende habe gesagt: «Ich beklage mich über nichts, ich habe überlebt.» Danach sei sie in Tränen ausgebrochen.

Unterwegs ins Schinkenmuseum

Der Car startete am frühen Morgen in Petit-Palais zur Schinkenfahrt. Die Rentnergruppe aus dem 750-Einwohner-Dorf war unterwegs nach Arzacq ins Schinkenmuseum. Laut Patricia Raichini, Bürgermeisterin von Petit-Palais-et-Cornemps, waren die Reisenden alles Mitglieder des Seniorenclubs «Club Le Petit Palaisien».

play

RTL hat mit einer Frau gesprochen, die ebenfalls zum Club gehört, beim heutigen Ausflug aber nicht dabei war. Ihre Tochter habe sie angerufen und gesagt: «Mama, ein Car hat einen Unfall gehabt.» Es habe sie wie ein Blitz getroffen: «Das ist der Club», habe sie zu ihrem Mann gesagt. «Meine Freundinnen sind alle tot. Ich habe alles verloren, ich habe alles verloren.»

Laut Innenministerium soll es sich bei allen Opfern um französische Staatsangehörige handeln. Frankreichs Präsident François Hollande zeigt sich auf Twitter tief betroffen. Premier Manuel Valls rief die Staatstrauer aus.

Die Unfallursache ist noch unklar. Gérard Dupuy, Stellvertreter des Bürgermeisters von Puisseguin, sagte zu «franceinfo.fr» der Unfall sei «in einer gefährlichen Kurve» passiert, wo es schon in der Vergangenheit zu Unfällen kam.

Jean-Luc Gleyze, Vorsitzender des Départementrats Gironde sagte derweil zu «sudoest.fr», die Strasse sei 2011 saniert worden. Fahrbahn und Signalisation seien in gutem Zustand.

Es ist der schlimmste Verkehrsunfall in Frankreich seit dem 31. Juli 1982. Damals forderte ein Horror-Crash in Beaune an der Cote-d-Or 53 Tote. 44 davon waren Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren aus der Stadt Crépy-en-Valois im Département Oise. (mad/lex)

Publiziert am 23.10.2015 | Aktualisiert am 24.10.2015
teilen
teilen
46 shares
33 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

33 Kommentare
  • Alexandra   Renold aus Zürich
    23.10.2015
    Ich finde diese Carreisen gefährlich, man hört immer wieder von solch schlimmen Unfällen. Ich bevorzuge da lieber andere Verkehrmittel.
  • Burkhard  Vetsch 23.10.2015
    Mein Beileid an die Hinterbliebenen.
    Liebe Kommentarschreiber, schaut, hört euch das Video an!
    Der Lkw blockierte die Strasse!
    Auf Sichtweite bremsen ist den meisten Verkehrsteilnehmer ein Fremdwort.
    Ich will keinen Verurteilen, aber ich sehe es jeden Tag.
    Tempo anpassen, Abstand halten, vorausschauen, alles Fremdwörter?
    Warum man jetzt auf dem Nahmen des Clubs herumreitet,
    verstehe ich auch nicht. Sorry.
    Die Fahrtenschreiber werden schon einiges aussagen!
  • Lionel  Werren aus das Original
    23.10.2015
    Nicht der Lastwagen ist in den Car gefahren sondern der Car in den Lastwagen!
  • Lukas  Herriger , via Facebook 23.10.2015
    Der Fahrer des Reisecars ist unverletzt. Er habe offenbar vor dem Aufprall die Türen geöffnet und dadurch sich und ein paar Reisende retten können. Dies bedeutet, dass der Fahrer nicht die Vollbremse gezogen hat, zumindest nicht bis zum Aufprall. Bei einer Vollbremse hätte niemand hinaus springen können. Entsprechend war der Aufprall sehr heftig.
    • Sonja  Weiss 23.10.2015
      So ein Quatsch, echt! Es steht nirgends geschrieben, dass er vor dem Aufprall die Türen geöffnet hat! Hier meinen Einige echt alles zu wissen, bevor die Untersuchung beendet ist!
    • Rodolfo  Carlin aus Zuchwil
      23.10.2015
      Sie haben da etwas falsch verstanden. Der Bus ist in den stehenden LKW gefahren ,erst da hat der Chauffeur aus dem brennenden Bus noch Fahrgäste gerettet
  • Oliver  Hardy 23.10.2015
    Hiermit entschuldige ich mich bei allen Lesern dieses Forums für meine ungeschickte Formulierung meines Kommentars.Ich habe es so gemeint wie es Herr Heinz Münger in seinem Kommentar beschrieben hat.Allen schönes Wochenende.