Cameron im Sandwich zwischen EU und Brexit-Befürwortern Die Wut nach dem Deal mit Brüssel

LONDON - Die Vereinbarung über ein Reformpaket mit der EU sei «nicht das Papier wert, auf der sie geschrieben ist», sagt der britische Rechtspopulist Nigel Farage. Offenbar stellen sich in Sachen Brexit sogar einige der eigenen Minister gegen den britischen Premier David Cameron.

Premier Cameron macht offizielle Ankündigung

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Nach der Einigung über die britischen Reformforderungen in Brüssel haben EU-Gegner in London Premierminister David Cameron angegriffen. Die Vereinbarung sei «nicht das Papier wert, auf der sie geschrieben ist», sagte Nigel Farage von der rechtspopulistischen UKIP.

Zugleich berichteten britische Medien, dass sich mindestens vier Minister gegen Cameron stellen und beim geplanten Referendum für einen EU-Austritt werben wollten. Darunter sei auch Justizminister Michael Gove, ein bisheriger enger Vertrauter Camerons. Bis zu einem Fünftel der Tory-Abgeordneten seien Brexit-Befürworter.

Referendum am 23. Juni

Cameron unterrichtet heute seine Minister in einer Kabinetts-Sondersitzung über den EU-Deal. Die Briten sollen am 23. Juni in einem Referendum entscheiden, ob ihr Land in der EU bleiben oder austreten soll, wie Cameron heute bereits bekanntgegeben hat. Der Ausgang der Abstimmung ist laut Umfragen ungewiss.

Auch der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn äusserte sich kritisch. Camerons Verhandlungen in Brüssel seien lediglich eine «theatralische Sideshow ... mit dem Ziel, seine Gegner in der konservativen Partei zu beruhigen», sagte Corbyn kurz vor dem Durchbruch in Brüssel. Er werde sich aber für einen Verbleib in der Gemeinschaft einsetzen, fügte Corbyn hinzu. (SDA/noo)

Publiziert am 20.02.2016 | Aktualisiert am 20.02.2016
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7 Kommentare
  • Rosmarie  Niklaus , via Facebook 20.02.2016
    Einer der wenigstens Mut zeigt etwas zu bewegen Bravo Herr Cameron
  • Norbert   Jansen aus Meierskappel
    20.02.2016
    Die Briten waren schon immer ,und bleiben Trittbrettfahrer.Sie wollen den Fünfer und das Weggli ,das haben Sie schon immer geliebt.Einmal hin und dann her. Viele Unternehmer in Briten sind gegen einen Austritt der EU .
  • Walter  Staub , via Facebook 20.02.2016
    Mir scheint, dem Ego-Zentriker Cameron ging es nicht primär um die Sache, sondern um sein eigenes Ego zu zeigen, dass er etwas zu sagen hat auch wenn das Ergebnis kaum der Rede wert ist. Es liegt nun an den Briten, ob sie das äusserst magere Resultat als genügend schmackhaft erachten, dieses akzeptieren zu wollen.
  • Bernhard  Messerli aus Fislisbach
    20.02.2016
    David Cameron setzt sich bewundernswert für sein Land und die Bürger ein. Frau Sommaruga sollte sich hier mal ein Beispiel nehmen und sich für die Schweizer einsetzen.
    • Roland  Portmann 20.02.2016
      Das wäre für den Typus "Sommaruga", wie auch unsere anderen tolpatschigen Bundesräte gar nicht möglich - nur alleine schon deren scheues Auftreten u. Körpersprache zeugen einfach nicht von erhabenem staatsmännischem Format!
  • William  Quispe aus Bellinzona
    20.02.2016
    Wenn selbst die Briten aus der EU abhauen wollen, dann sollte das auch die letzten Schönredner und Gutmenschen stutzig machen. Was haben die Briten bemerkt, was unsere Politiker seit Jahrzehnten verschlafen haben?