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Im Grunde genommen sei Tell ja ein einsamer Jäger gewesen, der am liebsten seine Ruhe gehabt hätte. Als es aber nötig wurde, habe er konsequent und zielstrebig gehandelt und sich nicht in seine Berge zurückgezogen.
Allerdings: Tyrannenmord möge in den alten Mythen die Lösung gewesen sein – in der heutigen Realität sei alles viel komplizierter, stellte Calmy-Rey dar während ihrer Rede vor den Swisscoy-Soldaten im Kosovo dar.
Bei allen Unterschieden gelte aber noch immer, was Tell uns vorgelebt habe. Jedes Gemeinwesen könne nur existieren, wenn jeder Einzelne seinen Teil der Verantwortung übernehme. Die Schweiz lebe in Europa und in der Welt in einer Schicksalsgemeinschaft. Die Forderung nach Abkapselung im Namen der Neutralität sei ihr deshalb unverständlich.
Bundesrätin Calmy-Rey wies auf die Abstimmung zur Personenfreizügigkeit vom September hin und erinnerte daran, dass der Rütlischwur auch Ausdruck eines Willens zur Öffnung gewesen war. Auch heute könne Abschottung die Schweiz weder sicherer noch wohlhabender machen.
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Besucht zurzeit den Kosovo: Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. (Keystone)