Bus-Drama mit 12 Toten in Frankreich Fahrer (19) sitzt in der Psychiatrie

LYON (F) - Der Lenker des Kleintransporters, der in der Nacht auf gestern in Frankreich verunglückte, ist noch nicht vernehmungsfähig. Beim Unfall starben zwölf Menschen.

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Der Fahrer des in der Nacht auf Karfreitag in Frankreich verunglückten Kleintransporters ist in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft konnte er noch nicht befragt werden.

Der 19-jährige Portugiese brach sich beim Zusammenstoss des Lieferwagens mit einem Lastwagen ein Handgelenk. Er sei für einige Tage in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden, sagte der Staatsanwalt am nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP. Einvernommen werden könne er frühestens Anfang der kommenden Woche.

Auch Besitzer des Fahrzeugs in Psychiatrie?

Im Zusammenhang mit dem Unfall bei Montbeugny wurde ein weiterer Mann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Laut dem Staatsanwalt ist er möglicherweise der Besitzer des Lieferwagens. Der Mann sass in einem Auto, das im Konvoi mit dem Kleintransporter fuhr.

Beim Unfall in der Nacht auf Karfreitag kamen die zwölf Passagiere des Kleintransporters ums Leben, an einem für Unfälle bekannten Ort. Bei den Opfern handelt es sich um Portugiesen aus der Westschweiz. Der Transporter war am Donnerstagabend in Romont FR losgefahren. Ziel der Reise war Trancoso in Portugal.

Anhand der Trümmerteile wollen die Ermittler nun herausfinden, wie der Transporter für den Transport von Passagieren eingerichtet worden war. Laut dem Staatsanwalt ist es «wenig wahrscheinlich», dass das Fahrzeug speziell für diesen Zweck umgebaut worden war.

Improvisierte Sitzgelegenheiten

Eine Hypothese der Behörde ist, dass die beim Unfall getöteten Passagiere improvisierte Sitzgelegenheiten benutzt hatten. Der Kleintransporter hatte bis auf die Schiebetür keine Fenster.

Am Freitag einvernommen werden konnte der Fahrer des Lastwagens, mit dem der Transporter zusammengestossen war. Am Samstag sollte auch der zweite Mann befragt werden, der an Bord des Lasters gewesen war.

Am Samstag trafen Angehörige der Verunfallten am Unfallort ein. Weitere wurden im Lauf des Tages erwartet. Für sie wurde vor Ort psychologische und medizinische Hilfe angeboten.

Der französische Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies warnte im Radio RTL davor, voreilig den Zustand des als Unfallschwerpunkt bekannten Strassenabschnitts als Erklärung des Unfalls heranzuziehen. Gegen Risiken oder Leichtsinn, die eigentlich Strassenverkehrsdelikte seien, könne man nichts ausrichten. (bau/SDA)

Publiziert am 26.03.2016 | Aktualisiert am 30.03.2016
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2 Kommentare
  • Paul  Mauchle aus St.Gallen
    26.03.2016
    Dieser Unfall ist sicher tragisch und ich wünsche den Angehörigen viel Kraft. Wie man in einem Kastenwagen 12 Leute transportieren kann ist mir schleierhaft. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dieses Fahrzeug für den Personentransport zugelassen war.
  • Thomas  Zürcher 26.03.2016
    ...ich denke in diesem Augenblick nur an die die Angehörigen die alle unter Schock stehen und verzweifelt sind.Alle sind voller Trauer über den schmerzlichen Verlust eines geliebten Menschen. Was bleibt sind Erinnerungen an diese Person und sie werden immer in ihren Herzen weiter leben.