Französisches Kriegsschiff vor Burma
RANGUN – Mit gut 1000 Tonnen Hilfsgütern kreuzt die «Mistral» vor der burmesischen Küste. Die Militärjunta des Landes feiert derweil ihren Sieg an der Urne.
Aktualisiert um 17:44 | 19.05.2008
Der Helikopterträger «Mistral» soll dringend benötigte Hilfsgüter in die vom Wirbelsturm «Nargis» verwüstete Region im Irrawady-Delta bringen. Ob und wie die Güter an Land gebracht werden dürfen, werde mit noch den burmesischen Behörden verhandelt. Es gebe für 100´000 Menschen Nahrungsmittel, ausreichend für etwa 15 Tage, sowie Notunterkünfte für 60´000 Menschen.
Die Militärjunta weigert sich standhaft, internationale Hilfe in ausreichendem Masse ins Land zu lassen. Ein Versuch Frankreichs, die Machthaber mittels einer UNO-Resolution zur Kooperation zu zwingen, scheiterte am Widerstand Chinas.
Stimmabgabe unter Zwang?
Das nennt man dann wohl einen Erdrutsch-Sieg: 92,4 Prozent der Wähler haben laut den Diktatoren in Burma für das umstrittene Verfassungsreferendum gestimmt. Der Wirbelsturm «Nargis» mit seiner Zerstörungskraft war für die Machthaber in Burma kein Grund, die Abstimmung zu verschieben (Blick.ch berichtete).
Doch jetzt regt sich Widerstand. Die Partei der burmesischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi weist das Ergebnis zurück. Die Behörden hätten die Menschen gezwungen, für das Referendum zu stimmen. Ausserdem sei die Stimmabgabe noch gar nicht in allen Teilen des Landes erfolgt – in den von «Nargis» am schwersten betroffenen Gebieten pilgern die Leute erst am kommenden Samstag zur Urne. Trotzdem feiert die Militärjunta bereits ihren Sieg.
Die letzten Wahlen im Jahr 1990 hatte die Partei von Suu Kyi mit grosser Mehrheit gewonnen. Das Ergebnis wurde von den Militärmachthabern aber nie anerkannt, die Oppositionsführerin verbrachte seitdem die meiste Zeit unter Hausarrest.
Während die Regierung dafür wirbt, dass die neue Verfassung den Weg zu neuen Wahlen in zwei Jahren freimacht, befürchten Kritiker, die seit 1962 regierende Junta werde ihre Kontrolle über das Land auf Jahre zementieren. Unter anderem versperrt die Verfassung Suu Kyi den Weg zum Präsidentenamt, weil sie bis zu dessen Tod 1999 mit einem Ausländer verheiratet war. (SDA/zeb)
Die Militärjunta weigert sich standhaft, internationale Hilfe in ausreichendem Masse ins Land zu lassen. Ein Versuch Frankreichs, die Machthaber mittels einer UNO-Resolution zur Kooperation zu zwingen, scheiterte am Widerstand Chinas.
Stimmabgabe unter Zwang?
Das nennt man dann wohl einen Erdrutsch-Sieg: 92,4 Prozent der Wähler haben laut den Diktatoren in Burma für das umstrittene Verfassungsreferendum gestimmt. Der Wirbelsturm «Nargis» mit seiner Zerstörungskraft war für die Machthaber in Burma kein Grund, die Abstimmung zu verschieben (Blick.ch berichtete).
Doch jetzt regt sich Widerstand. Die Partei der burmesischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi weist das Ergebnis zurück. Die Behörden hätten die Menschen gezwungen, für das Referendum zu stimmen. Ausserdem sei die Stimmabgabe noch gar nicht in allen Teilen des Landes erfolgt – in den von «Nargis» am schwersten betroffenen Gebieten pilgern die Leute erst am kommenden Samstag zur Urne. Trotzdem feiert die Militärjunta bereits ihren Sieg.
Die letzten Wahlen im Jahr 1990 hatte die Partei von Suu Kyi mit grosser Mehrheit gewonnen. Das Ergebnis wurde von den Militärmachthabern aber nie anerkannt, die Oppositionsführerin verbrachte seitdem die meiste Zeit unter Hausarrest.
Während die Regierung dafür wirbt, dass die neue Verfassung den Weg zu neuen Wahlen in zwei Jahren freimacht, befürchten Kritiker, die seit 1962 regierende Junta werde ihre Kontrolle über das Land auf Jahre zementieren. Unter anderem versperrt die Verfassung Suu Kyi den Weg zum Präsidentenamt, weil sie bis zu dessen Tod 1999 mit einem Ausländer verheiratet war. (SDA/zeb)
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