Burma: Hilfe erreicht Opfer nicht!

  • Aktualisiert am 03.01.2012
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RANGUN/GENF – 1,5 bis zwei Millionen Menschen kämpfen in Burma nach «Nargis» ums Überleben – erst ein Viertel hat bisher Hilfslieferungen erhalten. Schuld ist die Bürokratie.

«Wir sind mit einer grossen Langsamkeit der Bürokratie konfrontiert», sagte der UNO-Vertreter in Bangkok, Richard Horsey, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. «Bisher haben wir nur ein Viertel der betroffenen Bevölkerung erreicht, das geht viel zu langsam.» Die burmesischen Behörden seien nicht auf Hilfseinsätze dieser Grössenordnung vorbereitet.

Heute erreichte der erste UNO-Hilfskonvoi auf dem Landweg Burma. Die Hilfsgüter seien über Thailand in das Land gelangt, teilte das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) in Genf mit.

Zwei Lastwagen mit insgesamt 20 Tonnen Material, darunter Zelte und Plastikplanen, hätten ungehindert die Grenze passieren können. «Wir hoffen, dass (dieser Konvoi) einen möglichen humanitären Korridor öffnet, damit weitere internationale Hilfe zu den Opfern des Zyklons gelangt», sagte der UNHCR-Vertreter in Thailand, Raymon Hall.

Mitarbeitende des UNHCR seien an der burmesischen Grenze und würden das Verladen der Hilfsgüter auf burmesische Fahrzeuge überwachen. Der Konvoi solle bis nach Rangun begleitet werden.

In der Katastrophenregion droht eine zweite Todeswelle. Eine Woche nach der Katastrophe leide das Land an einem Mangel sauberen Trinkwassers und dem Ausbruch ansteckender Krankheiten, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Wundinfektionen, chronischer Durchfall und Erkrankungen wie Malaria, Denguefieber und Cholerabedrohten die Bevölkerung.

Den Menschen drohe ohne medizinische Hilfe der Tod, sagte Greg Beck vom International Rescue Committee. «Das ist die zweite Katastrophe nach dem Zyklon.» (SDA)

Verheerender Zyklon: Tote treiben im Wasser.- Keystone

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