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Burmesische Soldaten entladen Wasser aus einem US-Flugzeug. (Keystone)
Gute Nachrichten für die gebeutelten Burmesen: Laut UNO-Angaben kamen heute Dutzende Tonnen Hilfsgüter im verwüsteten Land an. In Rangun trafen Medikamente und medizinische Ausrüstung zur Behandlung von 80000 Menschen ein. Im besonders betroffenen Irrawaddy-Delta begann die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit der Verteilung von Hilfsgütern.
«Wir können ins Delta kommen», sagte Generalsekretär Hans-Joachim Preuss. Allerdings seien dort zunächst einheimische Helfer tätig und keine internationalen Mitarbeiter.
Ruhr-Erkrankungen
Nach WHO-Angaben sind im Katastrophengebiet die ersten Ruhr-Fälle aufgetreten. Cholera sei dagegen noch nicht ausgebrochen. «Wir arbeiten eng mit dem birmanischen Gesundheitsministerium zusammen», erklärte der Regionaldirektor für Südostasien, Samlee Plianbangchang.
Die Staatspresse als Sprachrohr der Militärjunta machte noch einmal deutlich, dass ausländische Helfer im Land nicht erwünscht sind. Die Verteilung der Hilfe im Land übernehme das Militär, sofern die Spender keine einheimischen Mitarbeiter im Land haben, hiess es.
Das Rote Kreuz kann in den verwüsteten Gebieten etwa 20000 Familien pro Tag mit ersten Hilfsgütern unterstützen. «Wir bringen ihnen das, was sie am meisten brauchen, Nahrungsmittel, Zeltplanen, Moskitonetze, Kochsets oder Kleidung», berichtete Rot-Kreuz-Mitarbeiter Bernd Schell.
Rekrutierung von Mitarbeitenden vor Ort
Viele Rot-Kreuz-Helfer sind durch den Zyklon selber obdachlos geworden und leisten trotzdem unermüdlich Hilfe, berichtete Bridget Gardner vom Internationalen Roten Kreuz in Genf nach ihrer Rückkehr aus der stark betroffenen Küstenstadt LaButta.
Die Organisation Ärzte ohne Grenzen ist dazu übergegangen, an Ort und Stelle neue Mitarbeiter anzuheuern. Sie sollen helfen, die eingetroffenen Hilfsgüter per Lastwagen zu den Bedürftigen zu bringen.
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind bei dem Wirbelsturm 60000 bis 100000 Menschen ums Leben gekommen. Vermutlich fast zwei Millionen Menschen kämpfen ums schiere Überleben. Die ohnehin schon schwierige Lage wurde durch schwere Regenfälle weiter verschärft. (SDA/hhs)