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Lädt die Leute zu sich nach Hause ein: Cory Booker.
(Reuters)NEWARK - Kommt es zur Katastrophe, spielen sich Politiker gerne als generöse Helfer auf. Einer fackelt nicht lange: Newarks Bürgermeister twittert, die Bevölkerung solle ihn direkt um Hilfe anfragen.
Lange Reden sind dieser Tage nicht sein Ding. Cory Booker (43), der demokratische Bürgermeister von Newark im von Sandy stark gebeutelten New Jersey, unterstützt seine Leute höchstpersönlich.
Andere Politiker überlegen noch, wie sie sich Monstersturm Sandy zu Nutzen machen können, um beim nächsten Mal wiedergewählt zu werden. Währenddessen fordert Booker die Bevölkerung via Twitter auf, sich gleich direkt an ihn zu wenden, sollten sie Hilfe benötigen.
«Ich kann helfen. Kontaktieren Sie mich direkt», twittert der Bürgermeister. «Geben Sie mir Ihre Adresse und Telefonnummer an.» Er bietet auch an, nach den Verwandten seiner Followers zu sehen und ihre Handys aufzuladen.
Die Antworten kommen prompt: «Wir sind zu dritt - meine schwangere Schwester, meine diabeteskranke Mutter und ich. Wir haben kein Essen und keinen Strom mehr», twittert jemand.
«Ich bin eine alleinerziehende Mutter eines 2-Jährigen, habe weder Licht noch Essen», folgt ein weiterer Hilferuf.
«Goldengirl32» bedankt sich beim Bürgermeister, dass er sich um die Familie der Frau gekümmert hat.
Ein Nachbar berichtet, Booker gehe noch weiter, habe Leute zu sich nach Hause eingeladen. Dort sollten sie sich nach all den Strapazen etwas «entspannen».
Booker habe Mittagessen für die zwölf oder mehr Leute organisiert, die gerade bei ihm «abhängen», schreibt ein anderer Twitterer. Strom um sämtliche elektronische Geräte aufzuladen, stehe zur Verfügung. Sogar DVDs dürfe man beim Bürgermeister anschauen.
Jetzt fragen die New Yorker: Bloomberg, können wir kommen? (kko)