Britin zockte Schweizer ab: Sie gab sich als 9/11-Witwe aus

LONDON - Patricia Wutaan aus London animierte andere Frauen im Internet dazu, einsame Männer zu betrügen – unter den Geschädigten ist auch ein Schweizer Rentner. Nun muss die 55-Jährige ins Gefängnis.

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Muss hinter Gittern: Internet-Betrügerin Patricia Wutaan.

Metropolitan Police

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Betrug war ihr Hobby. Jahrelang zockte Patricia Wutaan einsame Männer auf Dating-Seiten ab. Um an Geld zu kommen, war der Britin jedes Mittel recht.

Ihre perfide Taktik: Statt ihre Opfer selbst auszunehmen, stachelte sie andere Frauen im Internet zum Betrug an. Diese sollten gutgläubige Männern mit von ihr erfundenen Geschichten um den Finger wickeln.

Beispielsweise sollten sich die Frauen als 9/11-Witwen mit Geldproblemen oder als verzweifelte Mieterinnen ausgeben, die ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können.

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«Ich bin eine Witwe»: Auszug aus Wutaans Manuskripten. Metropolitan Police

In Wutaans Wohnung stellte die Polizei zahlreiche Manuskripte mit solch fiktiven Tragödien sicher. In einem stand beispielsweise: «Ich bin eine Witwe. Ich habe meinen Mann bei den Terrorangriffen vom 11. September 2001 in New York verloren. Er hat es zwar aus dem Gebäude geschaffte, starb aber später an einer Rauchvergiftung.»

Dutzende Männer fielen auf die dreiste Masche von Wutaan und ihren Komplizinnen rein. Darunter auch ein gutgläubiger Schweizer Rentner, den eine Frau um beinahe 100'000 Franken brachte.

Sie hatte ihm auf einer Dating-Seite erzählt, sie sei reich, benötige aber Geld, um an ihr Vermögen bei der Bank zugreifen zu können. An Wutaan zahlte die Frau schliesslich über mehrere Monate hinweg eine Provision von rund 40'000 Franken aus.

Seit Anfang dieser Woche ist die Londoner Internet-Betrügerin hinter Gittern. Von einem Londoner Gericht wurde Wutaan wegen Betrugs und Geldwäscherei zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. (gr)

Publiziert am 21.01.2016 | Aktualisiert am 21.01.2016
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6 Kommentare
  • Karin  Schwegler 22.01.2016
    Tönt ja fast wie die Nigeria Geschichten über Geld was gefunden wurde und zufällig mir gehören soll, wenn ich etwas anzahle für die Überweisung. Da hat wohl nicht nur Einsamkeit, aber mehr Geldgeilheit damit zu tun.
  • Jake  Jakobson , via Facebook 22.01.2016
    Da stimme ich Ihnen zu, die soll hart bestraft werden und soll oben drauf noch eine Harte Busse in einen Fond für 9/11 Opfer bezahlen oder so was...
    Aaaaaber die Opfer sind selber schuld! Wie kann man nur so dumm sein und einer fremden Frau die man übers Internet kennt oder diesen Enkeltrick Betrügern Geld in den rachen stopfen? Selber Schuld! Wenn man noch Angehörige hat in dem Alter sollten diese bei den ersten Anzeichen das ältere Familien Mitglied mit Geld entmündigen!
    • Susanne  Reich 22.01.2016
      Finde ich eine sehr traurige Aussage. Klar soll man diese Leute vor sich selbst schützen, trotzdem, jemanden gleich zu entmündigen, finde ich geht zu weit. Nur weil diese Person Geld hat und man um sein Erbe fürchtet?...
  • Dani  Müller 22.01.2016
    Finde ich gut, dass sie geschnappt wurde. Aber sehr viel Mitleid mit den Opfern kann ich nicht aufbringen. Wer heutzutage wildfremden Menschen, die man nur durchs Internet kennt, einfach so hohe Geldsummen überweist - da kann ich nur den Kopf schütteln. Ich brauche auch Geld und irgendeine traurige Geschichte kann ich auch noch schnell erfinden...
  • Werner  Butz 22.01.2016
    Sie hat es versucht und gewonnen und genossen. Hoffe sie hatte eine gute Zeit mit dem Geld und nun kann sie sich im Kittchen ausruhen.
  • marcel  Ruetsche 21.01.2016
    fuer leute die auf solche tricks hereinfallen habe ich kein mitleid, dummheit muss bestraft werden, gibt es nicht genung aufklaerungen, enkel-trick und so weiter, aber eben, manch leute leben hinter den bergen.