Sterbehilfe Briten wollen zuhause in den Tod gehen dürfen

  • Publiziert: 16.46 Uhr, Aktualisiert: 03.01.2012

LONDON – Zum Sterben kommen sie immer wieder in die Schweiz. Dabei wollen viele Briten Sterbehilfs-Organisationen wie unsere Dignitas auch auf ihrer Insel.

Eine grosse Mehrheit der Briten ist für die Anwendung der aktiven Sterbehilfe im eigenen Land. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Tageszeitung «The Times», die nach einem weiteren Fall von Sterbehilfe an einem britischen Ehepaar in der Schweiz durchgeführt wurde.

Drei Viertel der Befragten wollen, dass Mediziner aktive Sterbehilfe in Kliniken leisten dürfen. Dabei habe es einen besonders starken Zuspruch in der Altersgruppe der 55- bis 64- Jährigen gegeben, berichtete die «Times» heute.

Die Befragten machten jedoch Unterschiede, was die Voraussetzungen für die Anwendung von Sterbehilfe angeht. Nur etwa jeder Achte (13 Prozent) ist der Meinung, sie sollte angewendet werden dürfen, auch wenn der Patient geistig und körperlich gesund ist. Mehr als vier von fünf der Befragten (85 Prozent) knüpfte die legale Sterbehilfe an bestimmte Umstände wie unheilbare Krankheit.

Die Zeitung hatte 1500 Briten befragen lassen, nachdem sich eine Woche zuvor – am 10. Juli – ein Künstler-Ehepaar zur aktiven Sterbehilfe in Räumlichkeiten der Organisation Dignitas in die Schweiz begeben hatte: Der 85-jährige Dirigent Edward Downes war blind und hörte kaum noch, seine 74-jährige Frau, eine Balletttänzerin, litt an einer Krebserkrankung (Blick.ch berichtete). (SDA/gux)

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet
3 Private Firma kauft 14 Kampfjets «Wie Top-Gun, nur besser und globaler»bullet

Ausland