Segeltörn wird zum Horrortrip Brite treibt 50 Tage allein im Meer

ANTIGUA - Als der Bootsmast bei einem Unwetter zerstört wird, treibt der Brite Matt Gill alleine im Atlantik. Er ist zu stolz, um Hilfe zu rufen und muss letztlich um sein Leben kämpfen.

  • Publiziert: 01.07.2012, Aktualisiert: 02.07.2012

Der Brite Matt Gill (37) aus Cornwall startet von der karibischen Insel Antigua aus einen Segeltörn. Der Bootsbauer ist alleine im Katamaran eines Freundes unterwegs. Gill hat bereits 1400 Kilometer zurückgelegt, als am sechsten Tag starke Unwetter aufziehen.

Ein mächtiger Sturm zerstört den Mast, den Autopiloten, sowie Kommunikationsgeräte, schreibt «Dailymail».

Doch der Segler schämt sich, das Notfunkgerät zu betätigen, das mit einem kleinen Funksender ausgestattet ist, mit dem Schiffe geortet werden können. Stattdessen versucht er verzweifelt, den Schaden selber zu reparieren.

Das Angebot eines vorbeiziehenden Boots, ihn mit nach England mitzunehmen, schlägt er aus. Denn er fürchtet um seine Versicherung. «Ich hatte Angst und bereue den Moment. Ich hätte mit ihnen mitgehen können», sagt Gill.

Gill stürzt, stirbt beinahe

In einem Tagebuch hält er jeden Tag seine Ängste, Herausforderungen, Mühen und Anstrengungen des zweimonatigen Horrortrips mit Zeichnungen fest.

Einmal reisst eine grosse Welle das Grosssegel weg, am Tag 28 baumelt Gill zwölf Meter in der Luft, als er versuchte, eine Strickleiter zu demontieren. Beim Klettern stürzt er so schlimm, dass er beinahe gestorben wäre.

Matt, der Überlebenskünstler

Aus einem Marmeladenglas, das mit Sonnenblumenöl und einem Schnürsenkel gefüllt ist, bastelt sich der Überlebenskünstler einen Herd, um sich Pasta kochen zu können.

An Tag 39 funktioniert plötzlich der Autopilot wieder. Matt benachrichtigt Freunde mit seiner Funkbake, dass es ihm gut geht. Danach ist die Verbindung wieder tot.«Wie sehr wünsche ich mir ein Schiff, das mich abholt, warmes Essen, ein trockenes Bett, ein Telefon und eine Nacht, in der ich durchschlafen kann. Nun ja.», schreibt Gill.

Seine besorgten Freunde starten einen Notruf und ein Helikopter erspäht den Verschollenen 86 Kilometer vor den Scilly-Inseln.

Nach 6120 Kilometern wird er gerettet

Nach 50 Tagen wird Gill schliesslich von der Küstenwache aus dem Atlantik gerettet. Ein Rettungsboot zerrt den abgemagerten Bootsbauer an Land der Scilly-Inseln. Nur 96 Kilometer von seiner Heimat entfernt, schafft er die letzte Strecke mit dem geflickten Boot, nachdem er auf den Scilly-Inseln den Tank wieder aufgefüllt hat.

Am Tag seiner Rettung schreibt Gill: «Wäre gerne selbständig nach Falmouth zurückgekehrt, aber das ist wohl eine dumme Eitelkeit von mir.»  (sue)

Beliebteste Kommentare

  • Jean-Pierre  Sauvain , Marbach
    Das ist nicht nur ein Lebenskünstler wie hier steht - das ist auch ein Zauberer! Der kann nämlich offenbar mit einem Autopilot Funkkontakt zu Freunden herstellen! Schreibt nicht so einen Unsinn: mit einem Autopilot wird ein Boot gesteuert und Funkkontakt wird mit einer Radioanlage hergestellt. Alles klar?
    • 01.07.2012
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Alle Kommentare (3)

  • Emmanuel  Mindanao
    ich denke eher das ist ein Geschichtenerzählkünstler. Wahr oder Unwahr ein arroganter Wichtigteuer und Dummkopf auf jeden Fall.
    • 02.07.2012
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  • monika  furrer , Pfäffikon
    bullshit, ich hab 3 jahre auf einem segelboot gelebt, was der hier erzählt kann nicht sein....
    • 02.07.2012
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  • Jean-Pierre  Sauvain , Marbach
    Das ist nicht nur ein Lebenskünstler wie hier steht - das ist auch ein Zauberer! Der kann nämlich offenbar mit einem Autopilot Funkkontakt zu Freunden herstellen! Schreibt nicht so einen Unsinn: mit einem Autopilot wird ein Boot gesteuert und Funkkontakt wird mit einer Radioanlage hergestellt. Alles klar?
    • 01.07.2012
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