Brief an Bischöfe Papst will Null-Toleranz-Linie gegen Pädophilie

Papst Franziskus hat einen Brief an die Bischöfe verschickt. Darin bekräftigt er die Null-Toleranz-Linie gegen Pädophilie.

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"Lasst uns den Mut finden, alle notwendigen Massnahmen zu treffen", schrieb der Papst. imago stock&people

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Papst Franziskus hat die Null-Toleranz-Linie der katholischen Kirche gegen Pädophilie bekräftigt. «Lasst uns den Mut finden, alle notwendigen Massnahmen zu treffen«, schrieb der Papst in einem Brief an die Bischöfe, der am Montag vom Vatikan veröffentlicht wurde. «Lasst uns bei diesem Thema klar und konsequent der Null-Toleranz-Linie folgen.»

Mit dem Brief wolle er bekräftigen, dass solche «grauenvollen Taten nicht mehr in unserer Mitte begangen werden«, schrieb Franziskus. Die Kirche erkenne «die Sünden einiger ihrer Vertreter» an. «Es sind Sünden, die uns beschämen.»

Bereits zu Beginn seines Pontifikats 2013 hatte Franziskus einen Null-Toleranz-Kurs gegen Pädophilie angekündigt. Vor allem in Nordamerika und Europa waren zahlreiche Fälle von Kindesmissbrauch durch Kirchenvertreter bekannt geworden - und auch die Versuche der Kirche, die Täter in vielen Fällen zu decken.

Im Juni hatte der Papst angekündigt, dass Bischöfe, die Fällen von Pädophilieverdacht im Klerus nicht nachgehen, ihr Amt verlieren können. Opfergruppen bemängeln allerdings, dass der Kampf gegen Pädophilie und die Aufklärung solcher Fälle in der Kirche auch unter Franziskus nicht rasch genug vorankommen. (SDA)

Publiziert am 02.01.2017 | Aktualisiert am 05.01.2017
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4 Kommentare
  • Markus  Knoblauch , via Facebook 02.01.2017
    Der Pfaff wird nichts unternehmen denn sonst währe die Kirche leer, resp. könnte ihre Türen dicht machen weil sie ohne Priester da stände....
    • Renato  Imsand 03.01.2017
      Einmal mehr ein völlig undifferenzierter und beleidigender Kommentar Hr Knoblauch welcher zum Himmel stin... Würden sie sich objektiv informieren täten sie wissen, dass der aktuelle Papst und sein Vorgänger einiges in dieser Furchtbaren Geschichte unternommen haben. Auch Wissenschaftlicher Humbug ist die Behauptung, der Zölibat sei schuld. Dann müssten ja die erwischten Tätern in Sportvereinen, Heimen und der "liebe Onkel" alle unverheiratet sein. Ist doch einfach: die Kirche ist immer schuld!
  • Thomas  Zürcher 02.01.2017
    Sexuelle Unreife, Persönlichkeitsstörungen und pädophile Neigungen rund 4 Prozent der Priester weltweit leiden darunter. Den Sinn des Zölibats kann ich zwar verstehen, trotzdem finde ich es falsch. Genau dieses Verbot führt geradezu in die Pädophilie.
  • Renato  Imsand 02.01.2017
    Es kann hierbei nur eine 0-Toleranz Grenze gefahren werden, dies ohne wenn und aber. Bevor hier ohne Recherche und aus dem Mainstream heraus oder weil es gerade besonders "In" sein soll auf Papst und Kirche geschossen wird, gilt folgendes zu bedenken: ich will mir lieber nicht ausmalen wie viele Pädophile in Sportclubs oder Heimen ihr Unwesen treiben, vielleicht sogar samt Mitwissern und das Papst Benedikt alleine 600 Priester aus dem Amt entliess. Dem grossen Mann wurde zu oft Unrecht getan.