Todesflug AF 447 Brasilien soll das «Verbrechen» klären

  • Publiziert: 27.08.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

RIO DE JANEIRO – Fast drei Monate nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs fordern brasilianische Angehörige der Todesopfer ein Ermittlungsverfahren in ihrer Heimat.

Gestern erklärte der Interessenverband der Hinterbliebenen, die französische Airline habe Hinweise auf verschiedene Störungen an den Kontrollinstrumenten des Airbus ignoriert.

Die brasilianischen Behörden müssten sich in die Ermittlungen der französischen Flugunfallbehörde BEA einschalten, sagte der Leiter des Verbands, Nelson Faria Marinho. «Sie müssen ein Verfahren eröffnen, denn es ist ein Verbrechen begangen worden.»

Der Airbus A330 war am 1. Juni auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich in den Atlantik gestürzt (Blick.ch berichtete). Dabei kamen alle 228 Menschen an Bord ums Leben, unter 58 Brasilianer und 72 Franzosen und 28 Deutsche. Die Flugschreiber der Maschine wurden nicht gefunden. Auch in Frankreich fordern Angehörige der Opfer Entschädigung von Air France. (SDA/dip)

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