RIO DE JANEIRO - Catarina Migliorini hat den ersten Sex ihres Lebens an den Meistbietenden verschachert. Doch das macht sie noch lange nicht zur Hure, ist die Sportstudentin überzeugt.
Voller Körpereinsatz für einen guten Zweck: Catarina Migliorini (20) hat ihre Jungfräulichkeit versteigert und will das Geld einer Stiftung spenden, die armen Familien Häuser baut. Der Meistbietende lässt umgerechnet fast 730'000 Franken für den Sex mit der Sportstudentin über die Kante springen.
Bei dem Mann handelt es sich um einen Japaner mit dem Namen Natsu. So jedenfalls registrierte sich der Bieter bei der gestern beendeten Auktion. Er setzte sich gegen 14 Konkurrenten durch. Das Startgebot betrug einen Dollar.
Test ist Pflicht
Catarina muss sich nun einem Jungfräulichkeits-Test unterziehen. Natsu wird auf Herz und Nieren – und vor allem Geschlechtskrankheiten – geprüft. Beim Vollzug gilt Kondom-Pflicht.
Um nicht wegen Prostitution mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, soll der Japaner der Sportstudentin die teuer erstandene Jungfräulichkeit auf einem Flug von Australien in die USA nehmen.
Die Brasilianerin ist sich ihrer Sache trotzdem sicher: «Wenn man das nur einmal im Leben macht, ist man noch keine Prostituierte.» Es sei, wie wenn man einmal ein gutes Foto schiesst. «Das macht dich auch nicht automatisch zum Fotografen.»
Dokumentarfilm geplant
Ihr Weg zur Frau wird von einem australischen Kamerateam begleitet. Aus dem Material soll ein Dok-Film entstehen. Titel: «Jungfrauen gesucht». Während des Geschlechtakts über den Wolken sollen die Kameras aber ausgeschaltet bleiben.
Catarina wird nicht die einzige Protagonistin in der Dokumentation sein. Ebenfalls versteigert wurde gestern die Jungfräulichkeit eines gewissen Alexander. Der Handel mit männlichen Unschuld scheint sich jedoch weit weniger zu lohnen: Alexander erzielte ein Höchstgebot von umgerechnet gerade mal 2800 Franken. (noo)
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