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Riesige Mengen Öl schwimmen auf die US-Küste zu. Es sind hunderttausende Tonnen Öl, die das hochempfindliche Ökosystem am Golf von Mexiko bedrohen. Delfine, Pottwale, Fische, Krebse – dutzende Tierarten könnten vom schwarzen Gold tausendfach ausgelöscht werden.
Barack Obama reiste bereits in die Krisenregion und machte deutlich, dass BP verantwortlich für das Desaster ist. Der Ölkonzern hat nun umgehend reagiert. Auf seiner Website veröffentlichte das Unternehmen ein Statement und kündigte an, für die Katstrophe zu bezahlen.
Wie hoch werden die Gesamtkosten?
Nach Angaben des BP-Konzerns steigen die Kosten täglich. Derzeit koste der Einsatz gegen die Ölpest etwa 6,5 Millionen Dollar täglich. Insgesamt werden die Gesamtkosten mit allen Folgen auf umgerechnet bis zu 15 Milliarden Franken geschätzt.
Zur Ölpest schreibt BP: «Wir werden sie beseitigen.» BP werde «alle legitimen Forderungen wegen Schäden und Verlusten bezahlen, die objektiv überprüft werden können und mit der Ölpest zusammenhängen», heisst es weiter.
Noch immer konnte das austretende Öl nicht gestoppt werden. Untersee-Roboter versuchen, das Leck an der Unglücksstelle zu schliessen. Alle Versuche scheiterten aber bisher. Der BP-Vorstandvorsitzene Lamar McKay kündigte indessen an, dass in rund einer Woche eine Kuppel über dem Bohrloch in 1500 Metern Tiefe errichtet werden könnte – zunächst war mit einer Fertigstellung nach zwei bis vier Wochen gerechnet worden.
Es ist nicht das erste Unglück bei BP. 2005 starben bei einer Explosion in einer BP-Raffinerie 15 Menschen. 2006 liefen durch eine durchgerostete BP-Pipeline in Alaska Tausende Liter Öl aus. BP-Chef Tony Hayward ist ernüchtert: «Verdammt noch mal», sagt Hayward zum aktuellen Desaster gemäss «Handelsblatt», «womit haben wir das verdient?» (num)