Jetzt gehts dem Öl-Leck an den Kragen BP-Mission «Top-Kill» gestartet

  • Publiziert: 26.05.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

WASHINGTON – Seit fünf Wochen entwickelt sich das Unglück von BP im Golf von Mexiko zur grössten Umwelt-Katastrophe der USA. Immer wieder scheitern Versuche, das Leck zu stopfen.

Der BP-Konzern hat seinen jüngsten Versuch gestartet, der Ölpest im Golf von Mexiko Herr zu werden. Experten begannen am Mittwoch mit dem «Top Kill» genannten Verfahren, mit dem die Quelle am Meeresgrund gestopft werden soll, wie die Einsatzleitung mitteilte.

BP beziffert die Erfolgschancen der in dieser Tiefe bislang noch nie angewandten Methode auf 60 bis 70 Prozent. Bei dem Verfahren werden unter grossen Druck mehrere tausend Liter Schlamm pro Minute in das Bohrloch gepumpt. Schliesslich soll die Quelle mit Zement versiegelt werden.

Zunächst mussten aber Tests klären, ob das tonnenschwere Sicherheitsventil auf dem Bohrloch den enormen Druck aushält, wenn es mit schwerer Flüssigkeit beschossen wird. Die Operation wird in den USA als entscheidende Aktion im Kampf gegen die Ölpest gewertet. (wyc/SDA)

US-Senatoren kritisieren Zuger Transocean

Die in der Schweiz ansässige Ölbohrfirma Transocean will für maximal 27 Millionen Dollar haftbar sein, sollten ihr aus der Ölpest im Golf von Mexiko gesetzliche Verpflichtungen auferlegt werden. Dies geht aus einer Eingabe der Firma bei einem US-Gericht in Texas von Mitte Mai hervor. Im Schreiben an das Gericht sieht sich Transocean als nicht haftbar für jeglichen Verlust, Schaden oder für Verletzungen, die durch die Ölpest entstehen. Sollte Transocean von US-Gerichten dennoch für Teile der Katastrophe haftbar gemacht werden, soll die Summe höchstens soviel betragen, wie die Plattform wirklich wert gewesen sei. Laut dem Unternehmen sind dies knapp 27 Millionen Dollar. Das stösst auf massive Kritik. Ein US-Staatsanwalt bezeichnete die Transocean-Eingabe vor dem Senatskomitee für Energie und natürliche Ressourcen als unangebracht. (SDA)

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