Gebäude evakuiert Bombendrohung bei Pussy-Riot-Prozess

MOSKAU - Heute ist der vierte Tag im Prozess gegen die drei Anti-Putin-Aktivistinnen von Pussy Riot. Trotz Bombendrohung wurden die drei jungen Frauen nicht evakuiert.

  • Publiziert: 02.08.2012
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Beim Schauprozesses in Moskau müssen sich die drei Aktivistinnen von der Punk-Band Pussy Riot verantworten. Auch am vierten Tag ist von Gerechtigkeit wenig zu spüren.

Noch immer beklagen sich Maria Aljochina (24), Nadeschda Tolokonnikowa (23) und Jekaterina Samuzewitsch (29), dass die Richterin ihre Anträge ignoriere.

Die jungen Frauen, die im Gericht in einem Kasten aus Plexiglas ausharren müssen, beschweren sich seit dem Prozessbeginn am Montag über zu wenig Schlaf und Essen sowie fehlende Pausen.

Zeitweise musste die Verhandlung wegen einer angeblichen Bombendrohung unterbrochen werden. Das Gerichtsgebäude wurde evakuiert. Die drei Anklagten aber berichten, sie seien nicht in Sicherheit gebracht worden.

Zudem wurde offenbar ein falscher Zeuge vernommen: So habe ein Mann ausgesagt, der bei dem Auftritt in der Kirche selbst gar nicht anwesend gewesen sei, sondern nur eine Videomontage gesehen habe, schrieb die Zeitung «Nowyje Iswestija».

Heute wurde auch der Vater von Samuzewitsch in den Zeugenstand gerufen: Er beschrieb seine Tochter als ernsthafte Gläubige.

Den drei Aktivistinnen von Pussy Riot drohen sieben Jahre Haft wegen Rowdytums und Blasphemie. Sie hatten in einer orthodoxen Kathedrale Anti-Putin-Parolen skandiert. (SDA/dra)

Beliebteste Kommentare

  • Linus  Good , Oetwil a.d.L.
    Putin, der einstige KGB-Chef hat sich nicht geändert, er nennt sich heute einfach Regierungs-Chef. Seine Methoden sind die gleichen geblieben. Dank seinem Amt wird er von den westlichen Medien und Politikern auch noch gehätschelt. Aber aufpassen muss er trotz seinem riesigen Sicherheitsappart um sich herum, es könnte ja mal einer seine Waffe auf ihn richten und abdrücken.
    • 02.08.2012
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Alle Kommentare (3)

  • Josef  Limacher , Wolhusen
    Lieber Herr Pollner, meines Erachtens verkennen sie das Spiel dreier jungen Frauen und das eines Diktators alla Putin, vor dem alle Europäischen-Regierungen angst haben. Wissen sie überhaupt dass ein Bürger der sich gegen den Machtapperat Putins stellt, gleich zu mehreren Jahren in ein Arbeitslager gesteckt wird, nur weil er für sich und seine Familie zu Wehr setzt
    • 03.08.2012
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  • Pollner  Josef
    Diese 3 Jugendlichen sind weder Musikerinnen noch Aktivistinnen. Es sind unerzogene Chaoten die genau wussten was passiert. Und nun spielt man der Öffentlichkeit das unschuldige, arme, hungernde und beleidigte Mädel. Es wird schon richtig kommen, Was deren Eltern versäumt haben, das erledigt jetzt der Staat.
    • 02.08.2012
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  • Linus  Good , Oetwil a.d.L.
    Putin, der einstige KGB-Chef hat sich nicht geändert, er nennt sich heute einfach Regierungs-Chef. Seine Methoden sind die gleichen geblieben. Dank seinem Amt wird er von den westlichen Medien und Politikern auch noch gehätschelt. Aber aufpassen muss er trotz seinem riesigen Sicherheitsappart um sich herum, es könnte ja mal einer seine Waffe auf ihn richten und abdrücken.
    • 02.08.2012
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