
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Mehrere Stunden nach den ersten Explosionen detonierten im Zentrum von Bangkok erneut zwei Bomben in der Nähe der Central World Plaza. Dort hätte eine grosse Silvesterfeier stattfinden sollen, die jedoch von Bürgermeister Apirak Kosayothin unter dem Eindruck der Ereignisse abgesagt wurde.
Einer Ausländerin sei ein Bein abgerissen worden, berichtete der Fernsehsender iTV. Über die Verletzungen von fünf weiteren Ausländern liegen keine Angaben vor.
Die ersten sechs Sprengsätze explodierten an unterschiedlichen Orten – in der Nähe einer Polizeiwache, bei einem Kaufhaus und in einem Elendsviertel. Zwei der Verletzten starben nach Angaben der Polizei nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus.
Auch die traditionelle Silvesterfeier in Chiang Mai wurde abgesagt. Das Risiko sei zu gross, erklärte der zuständige Polizeichef Bandop Sukhonthaman. In einigen Stadtteilen von Bangkok, darunter auch im Rotlichtviertel der Patpong Road, wurde der Jahreswechsel aber wie gewohnt mit Feuerwerk gefeiert.
Keine Informationen gab es zu den Tätern und ihren Motiven. Für Thailand war 2006 ein Jahr der politischen Wirren und anhaltender Gewalt. Die Regierung wurde im September in einem Militärputsch gestürzt, im Oktober 2007 soll es Wahlen geben. In Südthailand dauert der im Januar 2004 begonnene Aufstand islamischer Rebellen weiter an. Dabei kamen bisher mehr als 1900 Menschen ums Leben.