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Im Ort Cap-aux-Meules in der Provinz Québec waren sie losgefahren: Kommerzielle Jäger auf Fischerboote, die Totschläger-Knüppel im Gepäck. Ihr Ziel Robbenherden im Golf von St. Lorenz. In der Zwischenzeit haben sie die Tier gefunden, das Schlachten hat begonnen.
Tierschützer fürchten, dass es auch in diesem Jahr zu grausamen Tierquälereien kommt: Sie glauben nicht, dass die Robben jeweils tot sind, wenn die Jäger ihnen das Fell über die Ohren ziehen. Dieses ist wegen seiner weissen Farbe ein begehrtes Gut.
Zwar sollen Mitarbeiter von Polizei und Regierung sicherstellen, dass die Jäger die Regeln einhalten. Doch die Tierschützern wollen sich selbst einen Überblick verschaffen: Mehrere Organisationen wollen die diesjährige Jagd filmen, um deren Grausamkeit zu belegen.
Auch die neuen Vorschriften für die Robbenjagd machten diese nicht humaner, erklärte Ralf Sonntag vom Internationalen Tierschutz- Fonds in Hamburg. Die kanadische Regierung müsse endlich einsehen, «dass dieser verantwortungslose Unsinn ein Ende haben muss». (SDA/bih)
Wegen ihres weissen Fells wird die Babyrobbe gejagt.- Reuters