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<b>Zwei Kinder ertrunken</b> Einer der Särge wird weggetragen — an den Strandtouristen vorbei. (Riccardo Siano/Fotogramma)
Zwei tote Roma-Kinder liegen im Sand. Gleich neben den Leichen: Touristen, die sünnelen und picknicken. Die Gleichgültigkeit am Strand von Torregaveta bei Neapel schockiert die Welt (blick.ch berichtete).
Jetzt greift der Bischof von Neapel ein: «Das sind traurige und schreckliche Szenen», sagt Don Crescenzio Sepe. «Viel schlimmer als die Bilder vom Müll.» Wegschauen könne verheerender sein als das eigentliche Geschehen.
Laura Boldrini von der Uno-Flüchtlingskommission ist sicher: «Wären es italienische Mädchen, die Leute hätten anders reagiert.»
Die Roma-Mädchen Violetta (13) und Cristina E. (12) ertranken am Samstag beim Baden. Premier Silvio Berlusconi – zuständig für die neue Anti-Roma-Politik – hat sich zur Schande von Neapel noch nicht geäussert.