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Die wenigsten Menschen mögen fremde Blicke in die eigene Stube Aber genau das ermöglicht Google «Street View». Was als Service gedacht ist, entpuppt sich als Spass für Spanner: Auf den Bildern sind nicht bloss Häuserzeilen zu sehen, sondern pikante Einblicke ins Privatleben.
Der Dienst soll es Internetnutzern ermöglichen ganze Wohnquartiere virtuell zu erkunden. Zu diesem Zweck hat Google eine ganze Flotte von Kleinwagen ausgesandt, die sämtliche Strassenzüge auf ihrem Weg ablichten. Neben Strassen und Gebäuden nehmen die Fotowagen aber auch alles andere aufs Korn, was ihnen vor die Linse kommt.
Nichts und niemand ist vor den neugierigen Kameraaugen sicher, die im Sekundentakt die Nachbarschaft dokumentieren. Kritiker des «Street View» Projektes sorgen sich deswegen um die Privatsphäre. Alles halb so wild, findet Deutschlands Google-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber «Bild.de». Er sieht eher die Vorteile des Systems: «Vor dem Besuch einer Stadt können sich Touristen dann schon mal ein Hotel aussuchen und die Umgebung ansehen.»
Stimmt. Ansehen können sich die Nutzer von «Street-View» aber auch anderes. Zum Beispiel eine Frau im New Yorker Central Park, die ihrem Begleiter an den Hintern greift. Oder ein schönes Landhaus, das sich potentiellen Einbrechern präsentiert. Das Ganze kann dann noch mit Kommentaren versehen werden und dient somit der Belustigung der Inernet-Surfer und nicht mehr der Orientierung.
Keuchel betont, dass die Gesichter von Passanten unkenntlich gemacht werden. Das stimmt nicht immer, wie eine Stichprobe von Blick.ch beweist.
Google beschwichtigt: Bilder würden natürlich entfernt, wenn die Betroffenen dies wünschen. Trotzdem: Was halten Sie von den «unfreiwilligen Foto-Motiven»? Schreiben Sie uns!