Skandal in Neuseeland Berufsverbot für nackte Lehrerin

  • Publiziert: 03.05.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
play So posierte die Lehrerin für das Erotik-Magazin. (ZVG)

WELLINGTON - Weil sich die Lehrerin Rachel Whitwell (29) für ein Porno-Heft auszog, darf sie in Neuseeland nicht mehr unterrichten. Sie versteht den Entscheid des Lehrerverbands nicht.

Für ihre Modelkarriere hat Rachel Whitwell (29) ihren Lehrer-Job vor eineinhalb Jahren an den Nagel gehängt. Jetzt bleibt der Neuseeländerin nur das Modeln: Weil sie sich im Juli 2010 für ein Erotik-Magazin ausgezogen hat, entzog ihr der neuseeländische Lehrerverband nun die Lehr-Erlaubnis.

Unter der Sparte «New Aussie Babes» posierte Rachel im «Penthouse»-Magazin für sechs Fotos. In Dessous im Whirlpool, oben ohne mit schwarzem Handschuh. Auch ein Schulzimmer wählte sie als Kulisse – auf einem Bild ist sie als strenge Schulmeisterin in durchsichtigem Höschen zu sehen, auf einem anderen steht sie mit Brille an der Tafel. Zwei der sechs Bilder sind Nacktfotos.

Erotik-Geschichten und Pole-Dance

«Ich bin im Schlafzimmer unterwürfig, weil ich tagsüber im Klassenzimmer die Kontrolle haben muss», zitiert das Magazin die Lehrerin. Zudem erzählt Rachel, dass sie erotische Geschichten für Erwachsenenmagazine geschrieben hat und ein eigenes Pole-Dance-Studio. Ihr Freund arbeitet in der Pornoindustrie.

Für den neuseeländischen Lehrerverband ging der hüllenlose Auftritt zu weit: Die Disziplinarstelle interpretierte das Verhalten als ernsthaftes Vergehen. Sie habe damit dem gesamten Berufsstand geschadet.

«Viktorianische Vorstellungen»

Die 29-Jährige ist wütend über das Berufsverbot. Für sie sei es nur einer von vielen Model-Jobs gewesen und das Magazin sei frei verkäuflich. Der Lehrerverband dürfe ihr ausserhalb des Schulzimmers keine viktorianischen Moralvorstellungen aufzwingen.

Rachel Whitwell will Berufung gegen den Entscheid des Lehrerverbands einlegen. Denn nach ihrer Modelkarriere wolle sie wieder Kinder unterrichten. (jes)

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