Berlusconi verärgert die Queen

LONDON – Queen Elizabeth II. hats gern gesittet und anständig. Ein lauter Lebemann wie Silvio Berlusconi passt ihr da gar nicht ins Konzept. Und das gab sie ihm auch deutlich zu spüren.

  • Publiziert: 03.04.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Silvio Berlusconi, bekannt für seine verbalen Ausrutscher, war gemeinsam mit anderen Staats- und Regierungschefs der G-20 kurz vor Beginn des Londoner Weltfinanzgipfels am Mittwoch bei der Queen zu Gast. Wie üblich wurde dabei auch ein Gruppenfoto gemacht.

Soweit so gut. Doch als das Bild geknipst war, wollte Berlusconi etwas vom US-Präsidenten und rief: «Mr. Obama». Darauf drehte sich die Queen um und zischte: «Was soll das? Warum muss er so schreien?» Sprachs und drehte sich wieder um.

Heute aber das königliche Dementi: Der Palast versicherte, dass es bei dem Empfang «warm und herzlich» zugegangen und die Queen nicht verärgert gewesen sei.

Übrigens: Beim selben Anlass hatte Barack Obamas Frau Michelle die Queen umarmt und damit gegen das königliche Protokoll verstossen. Allerdings nahm die 82-jährige Monarchin auch die freundschaftliche Geste gelassen hin und legte ihrerseits ihren Arm um die First Lady. (SDA/num)

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