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Berlusconi stellte für die Europawahl einige Kandidatinnen auf, die vor allem durch eines glänzen: ihr Äusseres. Die rassigen Rechten seiner Partei Volk der Freiheit (PDL) beschrieben italienische Zeitungen als «einen weiteren Spass für den Kaiser».
Veronica Lario (52) sieht das genauso. Berlusconis Frau schrieb der Nachrichtenagentur ANSA, sie und ihre Kinder litten unter der Situation. «Die Anwesenheit hübscher Frauen in der Politik ist weder ein Nachteil noch ein Vorteil», stand in dem E-Mail.
Lario warf ihrem Mann vor, mit seiner «Frechheit» und «mangelnder Zurückhaltung» der Glaubwürdigkeit von Frauen zu schaden. Offenbar haben zwei PDL-Bellezze, eine Schauspielerin und eine frühere Miss-Italia-Kandidatin, keine politische Erfahrung.
Presse statt Paartherapie?
Berlusconi wies die Berichte als Kampagne der linken Presse zurück. Er bedauere, dass sogar seine Frau dieser geglaubt habe. Ziel seiner Partei sei es, die Politik durch die Präsenz «kultivierter Kandidaten» zu verändern.
Wenig kultiviert rutschte Berlusconi schon vor gut zwei Jahren in einen öffentlichen Streit mit seiner Frau: Damals macht er einen scherzhaften Heiratsantrag an eine Parteikollegin. Seine Frau reagierte mit einem offenen Brief an die Presse. (SDA/dip)
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Da hängt (mal wieder) der Haussegen schief: Das Ehepaar Berlusconi-Lario streitet wegen seiner Frauen-Politik. (Reuters)