Schon wieder Berlusconi lästert über «gebräunte Obamas»

  • Publiziert: 28.09.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

ROM – Der italienische Ministerpräsident kanns nicht lassen. Vom G-20-Treffen in Pittsburgh richtet er seinen Landsleuten schöne Grüsse vom Gebräunten aus. Und auch die First Lady kriegt ihr Fett weg.

Kaum ist Silvio Berlusconi vom G-20-Gipfeltreffen zurück, leistet er sich bereits den nächsten Fauxpas: Der italienische Ministerpräsident hat sich gestern in schon gewohnter Weise abschätzig zur Hautfarbe von US-Präsident Barack Obama geäussert.

Er solle vom G-20-Gipfel in Pittsburgh Grüsse ausrichten «von einem der Gebräunten: Barack Obama», sagte Berlusconi bei einer Veranstaltung seiner Partei, Volk der Freiheit, im norditalienischen Mailand.

Seine Frau war auch echt braun

«Ihr werdet es nicht glauben, aber sie waren beide am Strand, um einen bisschen Sonne zu tanken, denn seine Frau war auch braun», fügte der 72-Jährige unter dem amüsierten Applaus seines Publikums hinzu.

Kurz nach der Wahl Obamas im November hatte Berlusconi gesagt, der demokratische Politiker sei ein «junger, schöner und sogar gebräunter» Mann (Blick.ch berichtete).

Nach den empörten Reaktionen auf seine Äusserungen hatte der Italiener erklärt, es habe sich um ein «Kompliment» gehandelt. Im März hatte Berlusconi gesagt, er sei «blasser» als Obama, der wiederum «viel schöner, viel jünger und viel grösser» als er selbst sei. (SDA/s5j)

play Beim G-20-Gipfel-Treffen scheint Berlusconi schon in sich hineinzulachen, als er neben den beiden «gebräunten Obamas» steht. (AP)

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