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In einer TV-Show sagte Silvio Berlusconi gestern Abend zu den neusten Anschuldigungen seiner Frau: «Es ist eine Lüge, ich verkehre nicht mit Minderjährigen». Berlusconis Gattin Veronica Lario hatte ihm dies vorgeworfen.
Die Schlammschlacht im Hause Berlusconi geht indes weiter: Der Ministerpräsident forderte seine Frau auf, «öffentlich ihren Fehler einzugestehen». Andernfalls könne er seine Ehe nicht weiterführen. Berlusconi sagte, dass er lediglich am Fest zum 18. Geburtstag der Tochter eines Freundes teilgenommen habe.
«Meine Frau ist in eine Falle getappt, sie ist von linken Tageszeitungen in die Irre geführt worden. Ich werde jedoch wegen dieser Angelegenheit nicht die Sympathien der Katholiken verlieren. Mit dem Vatikan und der Kirche waren die Beziehungen noch nie so gut», versicherte der 72-jährige Politiker und Medienmagnat.
Berlusconi wirft der oppositionellen Linken vor, seine Frau gegen ihn aufgehetzt zu haben. Er befürchtet zudem, dass hinter dem Schachzug seiner Frau Financiers stecken, die auf sein Medienimperium aus sind.
Gestern sah sich Berlusconi auch mit harter Kritik in einem Leitartikel der Zeitung der italienischen Bischofskonferenz «LAvvenire» konfrontiert – nicht zuletzt wegen der Nominierung mehrerer politisch unbedarfter Frauen für die EU-Wahl.
Berlusconi bestritt, dass er mit den prominenten Namen der Showgirls und Schauspielerinnen nur Wählerstimmen gewinnen wolle. «Wir haben nur kompetente Frauen als Kandidatinnen gewählt. Meine Partei hat immer nur Frauen ins Parlament gehievt, die viel kompetenter als die Männer sind», sagte Berlusconi.
Zur möglichen Scheidung von seiner 20 Jahre jüngeren Frau sagte der Ministerpräsident: «Das muss eine private Angelegenheit bleiben. Mit Veronica kann alles zu Ende gehen. Es tut mir aber leid, dass diese Angelegenheit zum medialen Thema geworden ist.» (SDA)