Keine Scham Berlusconi: «Ich bin halt so»

  • Publiziert: 26.06.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

ROM – Silvio Berlusconi steht seit einiger Zeit unter Beschuss. Doch wie reagiert er darauf? Mit Trotz.

Der italienische Regierungschef will an seinem Verhalten nichts ändern. Silvio Berlusconi sagte nach italienischen Medienberichten: «Ich bin eben so, ich ändere mich nicht.» Und er gibt auch einen guten Grund an: «Die Italiener lieben mich, so wie ich bin. Und weil sie spüren, dass ich grosszügig, ehrlich und loyal bin.»

Der 72-jährige Cavaliere wurde zuletzt beschuldigt, Frauen dafür bezahlt zu haben, damit diese auf Partys in seiner Ferienresidenz in Sardinien erscheinen. Doch Berlusconi bezeichnete sich als Opfer: «Diese Kampagne aus Lügen und Müll wird sich negativ auf jene auswirken, die damit begonnen haben. Sie werden an Glaubwürdigkeit, Lesern und Werbung verlieren.» Dies sagte er mit Bezug auf die Zeitung «La Repubblica», welche eine Reihe von Skandalen aufgedeckt hatte.

Der Premierminister bereut die vielen Partys, an denen sich angeblich auch Callgirls beteiligt haben, nicht. Denn es habe in seiner Anwesenheit nie unmoralisches Verhalten gegeben.

Seine Abendessen seien halt lustig, weil er ein grosser Unterhalter sei. Aber offenbar seien Eindringlinge von seinen Gästen mitgebracht worden. «Leider haben wir den falschen Gast gehabt.» Damit bezog er sich auf den mit ihm befreundeten Unternehmer Gianpaolo Tarantini, der beschuldigt wird, Frauen Geld dafür gegeben zu haben, damit sie die Nacht in Berlusconis Anwesen in Rom und auf Sardinien verbrächten. (num)

play Silvio Berlusconi: «Italien liebt mich.» (Reuters)

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet
3 Private Firma kauft 14 Kampfjets «Wie Top-Gun, nur besser und globaler»bullet

Ausland