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Die Breitseiten in Zeitungen und TV betreffend seines Frauenkonsums konnte der Medienzar und Regierungschef Silvio Berlusconi noch mit einem verärgerten «Es gibt nichts klarzustellen» wegwischen.
Doch es gibt immer noch eine Instanz in Italien, die mächtiger ist als «il Cavaliere»: die heilige Kirche. Nach den neusten Enthüllungen von Party-Girl Barbara Montereale – «Meine Freundin hatte Sex mit Berlusconi» – donnerts nun von der Kanzel.
Es sei Berlusconis «heilige Pflicht», die Vorwürfe zu entkräften, sagte Erzbischof Carlo Ghidelli der Zeitung «Corriere della Sera». Und zwar «mit Fakten, nicht nur mit Worten», fügte der Kirchenmann hinzu. Die Bischöfe hätten die Pflicht «eine klare Moral zu verteidigen».
Für Berlusconi heissts nun also: Ab in den Beichtstuhl – in aller Öffentlichkeit! Wie war das mit den jungen Frauen, die sein Vertrauter Gianpaolo Tarantini dem Ministerpräsident immer wieder zuhalten musste? Haben die nächtlichen Orgien im Regierungssitz Palazzo Grazioli und in der Villa Certosa auf Sardinien tatsächlich stattgefunden? Und vor allem: Ist Berlusconi mit dem Escortgirl Patrizia dAddario (42) ins Bett gestiegen?
In Bari liefert genau diese Patrizia dAddario immer mehr Material, das Berlusconi schwer ins Schwitzen bringen könnte, wie «la Repubblica» berichtet. Auch heute wieder soll die sammelwütige Blondine den Ermittlern Audioaufnahmen von Gesprächen unter anderem mit Tarantino und Montereale auf den Tisch geknallt haben. (bih)
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Seine Ehefrau soll er angelogen haben, wird Berlusconi wenigstens bei der Kirche Beichte ablegen? (Keystone)