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Gestern eröffnete Gastgeber Silvio Berlusconi den G8-Gipfel in LAquila. Doch der italienische Premierminister konnte nicht anders, als die heissen Sex-Geschichten um seine Person auch auf höchstem Polit-Parket auszupacken: «Alles Lüge», wetterte Berlusconi am Tisch mit den G8-Chefs. Wie «Bild.de» berichtete, meinte er damit «diese Geschichten, die die Linke in Italien über mich verbreitet» (Blick.ch berichtete).
Obama hat ganz andere Sorgen
Berlusconis höchster Gast sorgt sich derweil um die Weltsicherheit: US-Präsident Barack Obama will die Staats- und Regierungschefs von 25 bis 30 Ländern, die mit dem Thema nukleare Aufrüstung konfrontiert sind, nach Washington einladen. Im März 2010 sollen sie dort an einem Spitzentreffen teilnehmen. Das erklärte Obama gestern in LAquila.
Das Hauptziel seines Treffens: Atommächte sollen nukleares Material besser sichern, um Diebstähle zu verhindern. Des weiteren soll ein Konzept erarbeitet werden, wie der Schmuggel mit angereichertem Uran bekämpft und Nuklearterrorismus abgewehrt werden könne. Obama hält die Terrorgefahr durch geklautes Atommaterial für die grösste Bedrohung der Weltsicherheit.
Verhandlungs-Frist für Teheran
Laut «Spiegel Online» sollen auch Möglichkeiten gesucht werden, wie Staaten wie der Iran oder Nordkorea am Bau von Atomwaffen gehindert werden könnten. Das drohende Wettrüsten würden zu einer Destabilisierung in der Welt führen, sagte Obama anfangs Woche in Moskau. Darum müssten die USA und Russland bei der atomaren Abrüstung die Führung übernehmen.
Die G8-Chefs geben Teheran Zeit bis zum G20-Gipfel in Pittsburgh (USA) im September. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy erklärte, man wolle dem Iran die Chance zu Verhandlungen geben. Wenn das nicht klappe, «wird das nicht ohne Konsequenzen bleiben», sagte Sarkozy. Teheran betreibt sein Atomprogramm nach eigenen Angaben nur für die zivile Nutzung. (SDA/dip)
Besorgt: Barack Obama warnt die Welt vor Atom-Terrorismus.- AP