Lucien M. (73) überlebt mit acht Kugeln im Körper Schweizer Rentner tötet Gangster in Brasilien

FORTALEZA (BRASILIEN) - Vier Männer wollten den Schweizer Lucien M. in seiner brasilianischen Residenz überfallen. Doch dieser wehrte sich heftig und tötete einen der Gangster. Er selber überlebte schwer verletzt.

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Die vier bewaffneten und vermummten Gauner drangen am vergangenen Mittwochabend in Brasilien in Caucaia nordwestlich von Fortaleza ins Haus des Auslandschweizers Lucien M. (73) ein. Zum Zeitpunkt des Überfalls war seine Frau nicht im Haus.

Als die Eindringlinge die Sicherheitsverdrahtung zerschnitten, bemerkte der Rentner den Einbruch auf seinen Überwachungskameras. Es kam zu einem heftigen Schusswechsel mit den vier Einbrechern. Der Schweizer wurde durch acht Schüsse schwer verletzt: Insgesamt trafen ihn vier Kugeln an den Beinen, zwei an den Armen und zwei sogar im Bauch.

Schweizer Rentner (73) erschiesst in Brasilien Einbruch-Gangster play
Einschussloch am Tatort, nach der Schiesserei zwischen einem Rentner und der Räuberbande. Screenshot Globo.com

 

Durch die Gegenwehr des Rentners wurde einer der Einbrecher tödlich getroffen. Daraufhin ergriffen die anderen drei die Flucht in einem schwarzen Chevrolet Astra. Keiner von ihnen konnte bisher gefasst werden. 

Lucien M. wurde von der eintreffenden Militärpolizei ins Spital nach Fortaleza gebracht und sofort operiert. Er ist inzwischen ausser Lebensgefahr. Der Mann besitzt ein Restaurant in der Schweiz, lebe aber seit vielen Jahren in der Nähe von Fortaleza im Nordosten Brasiliens, schreibt das «Diário do Nordeste».

Schweizer Rentner (73) erschiesst in Brasilien Einbruch-Gangster play
Mittels Überwachungskamera sah der Schweizer die Räuber auf seinem Grundstück. Screenshot Globo.com

 

Nach Angaben von Nachbarn war die Residenz des Schweizers schon zweimal Ziel von Überfällen. Aus diesem Grund war das Opfer auch vorbereitet: Lucien M. hatte sich eine Pistole gekauft, den Waffenschein erworben und einen Schiesskurs zur Selbstverteidigung gemacht. Die Tötung des Einbrechers dürfte vor Gericht als Notwehr eingestuft werden. (vac)

Publiziert am 15.10.2016 | Aktualisiert am 17.10.2016
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4 Kommentare
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    17.10.2016
    Bravo Lucky, gut gemacht! Was meine Theorie bestätigt, dass Gangster rational denkende Menschen sind und das Weite suchen, sobald sie auf entschlossene Gegenwehr treffen!
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    17.10.2016
    Gut gemacht, ich trink einen auf den wehrhaften Schweizer. Acht Projektile traffen ihn. Dazu muss man sagen, dass es aufs Kaliber ankommt und in solchen Laendern werden vielfach die Patronen selbst hergestellt und dann pfupfen und rauchen sie nur ein wenig kraftlos.
  • Hugo  Stettler aus Suhr
    17.10.2016
    Als was sonst anstelle von Notwehr sollte die Tötung wohl eingestuft werden? In Brasilien hätten die Polizisten mit ihm geschumpfen, wenn er nicht getroffen hätte! In der Schweiz müsste er sich einem langwierigen Verfahren unterziehen und froh sein, ungeschoren davonzukommen.
    • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
      17.10.2016
      @Hugo Stettler
      Das kommt davon, dass unsere Richter nur aus Hollywood-Filmen wissen, wie eine Schusswaffe funktioniert. In ihrem behüteten Leben kommen keine Gangster vor und sie meinen dann tatsächlich auch noch, wir sollten immer auf die Polizei warten, bis wir uns schützen dürfen. Was die Berner Kantonspolizei betrifft, so beschränkt sich diese darauf, am Montagmorgen einen Zeugenaufruf an die Medien zu verschicken.