Bei Truppeneinsatz in Syrien Russland warnt vor «neuem Weltkrieg»

Martialische Worte aus Moskau und ein weiterer Versuch, den Krieg auf diplomatischem Parkett zu beenden: Auch heute beherrschte die Syrien-Krise die internationale Politik.

Mideast Syria Russia play
Kampfjet-Angriff der russischen Armee auf Stellungen in der Nähe der syrischen Stadt Aleppo. AP

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Russland hat im Syrien-Konflikt vor einem dritten Weltkrieg gewarnt, sollten Bodentruppen zum Einsatz kommen. Bodenoffensiven führten üblicherweise dazu, dass ein Krieg zum Dauerzustand werde, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew der deutschen Zeitung «Handelsblatt» vom Freitag.

«Es könnte Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern», ergänzte er laut Vorabbericht. «Alle Seiten müssen gezwungen werden, am Verhandlungstisch Platz zu nehmen anstatt einen neuen Weltkrieg auszulösen.»

Moskau: Haben konkrete Vorschläge eingereicht

Saudi-Arabien hatte sich bereit erklärt, unter der Führung der USA Bodentruppen nach Syrien zu entsenden. Am Donnerstagabend fand in München ein Aussenministertreffen zum syrischen Bürgerkrieg statt.

International Syria Support Group (ISSG) meeting in Munich play
Die Aussenminister Lawrov und Kerry am Treffen der Syrien-Kontaktgruppe in München. AP

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow sagte bei dem Treffen mit seinem US-Kollegen John Kerry, Moskau habe dazu «ziemlich konkrete Vorschläge» vorgelegt.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier forderte «so etwas wie einen Durchbruch», Washington eine umgehende Waffenruhe.

Obama beharrt auf sofortige Waffenruhe

Russland warte auf eine Antwort der USA, bevor die Vorschläge der Syrien-Kontaktgruppe vorgelegt werden sollten, sagte Lawrow. Kerry sagte «ernsthafte Beratungen über alle Aspekte der Lage in Syrien» zu. Aus US-Diplomatenkreisen hiess es, Washington beharre auf einer «sofortigen Waffenruhe». Moskau hatte zuvor bereits «neue Ideen» angekündigt.

Der Syrien-Kontaktgruppe gehören neben 17 Staaten die Vereinten Nationen, die Arabische Liga und die Europäische Union an. In München hielten sich neben Kerry, Lawrow und Steinmeier unter anderen auch der UNO-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, und die EU-Aussenbeaufragte Federica Mogherini auf. (SDA/bih)

Publiziert am 11.02.2016 | Aktualisiert am 11.02.2016
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  • Bernd  Lehnherr , via Facebook 12.02.2016
    Teil 2,Unbestritten, die Sowjetunion wollte die kommunistische Weltherrschaft und Putin,moechte zuerst sein Territorium der zerfallenen Sowjetunion,wieder herstellen und wenn moeglich,den Traum und die Vorstellung,der Sowjetmacht weiter fahren und vollenden.
    • John  Livers aus St.Gallen
      12.02.2016
      Bernd, ich weiss dass du in der DDR keine leichte Jugend hattest, aber das heutige Russland ist nicht mehr die alte Sowjetunion. Da hat sich vieles geändert, und die Russen wie auch Putin sind nicht an einem Krieg mit dem Westen interessiert.
  • Bernd  Lehnherr , via Facebook 12.02.2016
    Russland ist nur gespraechsbereit und zustimmend,solange es als Sieger der Verhandlungen emporgeht.Nur wenn Russland seine starre Positionen und Forderungen,durch bringt,sind sie zum Einverstaendnis bereit.Das war schon Anfang der 60ziger Jahre mit der Sowjetunion waehrend der Kubakriese so.Erste als Kennedy ernst machte und die russischen Schiffe mit den Angriffsraketen,zu versenken drohte,Gab Russland nach und wendete seine Schiffe.Russland geht reizt immer bis zum letzt moeglichen.Umstritten
  • lui  chinotto 12.02.2016
    Logische Schlussfolgerung das es irgendwann zu einem 3. Weltkrieg kommt. Oder ist wirklich jemand so naiv und glaubt es gehe munter so weiter mit dem Weltbevölkerungszuwachs? Ressourcen werden je länger je knapper und die Erderwärmung treibt auch voran.
  • Jean-Piere  Neidhart aus Sattahip/Chonburi
    12.02.2016
    Russland droht mit Weltkrieg? Die Russische und Amerikanische Regierung gehoeren vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt, ebenso alle ihre Verbuendeten. Was ich nicht verstehen kann ist die blutgeilheit der verantwortlichen Politiker in Ost und West. Es muss heute ja allen klar sein, dass ohne diese Politikerbande kein Krieg herrschen wuerde.
    • Bernd  Matzgen 12.02.2016
      Dann bleibt aber nicht mehr viel übrig, was als Richter fungieren kann.
  • Dracomir  Pires aus Bern
    12.02.2016
    Russland hat absolut recht, Saudi-Arabien hat in Syrien nichts verloren. Die Koalition Syrien-Russland-Iran ist am Gewinnen, die Islamisten und IS-Kopfabschneider sind in der Defensive. Natürlich passt dies der Koalition USA-Türkei-Saudis nicht.
    • Dracomir  Pires aus Bern
      12.02.2016
      So viele Negativ-Däumchen zeigen auf, dass die meisten die Situation nicht zu überblicken vermögen.