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Erich B. (52) organisierte als Privat-Reiseleiter gerne Kajaktouren. (zvg)
Die Anti-Menschenhandel-Spezialeinheit der kambodschanischen Polizei verhaftete am Donnerstag den Schweizer Reiseleiter und Hotelier Erich B.* (52). 2009 soll er einen damals 16-jährigen Buben für Sex bezahlt haben, wie Sondereinheits-Chef Sun Bunthong gestern sagte.
Erich B. arbeitete laut eigenen Angaben seit 1999 als Privatreiseleiter in Siam Reap im Norden Kambodschas, unweit der weltberühmten Angkor-Wat-Tempel.
Der gelernte Schreiner war bis 1991 Tramchauffeur bei den Basler Verkehrsbetrieben, dann wanderte er nach Thailand aus. Zuletzt baute er in Siam Reap ein Guest House auf. Dort nahm ihn die Polizei jetzt fest.
Als Angestelle beschäftigte Erich B. offenbar mit Vorliebe minderjährige Buben, denen er «eine Ausbildung auf europäischem Niveau» versprach. Das jedenfalls kritisierten Gäste in Internet-Foren nach ihrer Rückkehr: «Sie müssen zwölf Stunden pro Tag arbeiten und dürfen nicht in die Schule.» Ausserdem habe Erich B. ein Alkoholproblem.
* Name der Redaktion bekannt