Basler Bischof fordert: Christliche Flüchtlinge sollen bevorzugt werden

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Der Bischof von Basel, Felix Gmür (Archiv) Keystone

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Der Bischof des Bistums Basel, Felix Gmür, wünscht sich eine Bevorzugung von christlichen Flüchtlingen in der Schweiz. «Viele Flüchtlinge werden deshalb verfolgt, weil sie Christen sind – etwa im Irak. Für sie sollten unsere Türen noch weiter offen stehen», sagt er im Interview mit der «Schweizer Illustrierten.» Christen könnten oft nicht in umliegende muslimische Länder flüchten, so Gmür.

Den Anstieg muslimischer Flüchtlinge in der Schweiz betrachtet Gmür mit Sorge – und kritisiert die Haltung der Schweiz. «Unter dem Begriff der Toleranz haben wir viel zu lange einfach alles akzeptiert», sagt Gmür. Zum Beispiel, dass muslimische Mädchen nicht in den Schwimmunterricht müssen.

«Saudi-Arabien ist ein Staat, wie wir ihn nicht wollen»

Die Idee, nicht mehr genutzte Kirchen zu Moscheen zu machen, kann der Bischof nicht gutheissen: «Das ist eine schlechte Idee. Gewisse Muslime würden es als Zeichen der Eroberung deuten, wenn sie Kirchen übernehmen könnten.»

Die Verfolgung von Christen in muslimischen Ländern beschäftigt Gmür. «Sie erschwert es manchmal, in allen Muslimen zuerst den Menschen zu sehen», sagt er zur «Schweizer Illustrierten». Vor allem an Saudi-Arabien, das Bundesrat Didier Burkhalter kürzlich besucht hat, übt er Kritik: «Saudi-Arabien ist ein Staat, wie wir ihn nicht wollen», sagt Gmür. Christen dürften ihren Glauben dort nicht ausleben. «Das müsste unsere Regierung auf diplomatischer Ebene angehen.» (rey)

Publiziert am 18.02.2016 | Aktualisiert am 19.02.2016
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  • Max  Meier 19.02.2016
    Richtig! Bischof F. Gmür, der selbst eine Gruppe Flüchtlinge - Muslime und Christen - aufgenommen hat, bringt es auf den Punkt. Jetzt ist 5 vor 12! Im Uebrigen sollen die reichen Golfstaaten ihre Glaubensbr. aufnehmen; sie selber würden uns NIE helfen. Sie wollen die totale Islamisierung des Westens! SA hat in Mina 100 000 klimat. Hightech-Zelte, die für 3 Millionen Flüchtl. Unterschlupf bieten würden! Zynisch: Der saudische König will aber für musl. Flüchtl. in D gut 200 Moscheen errichten.
  • Aegerter   Fritz aus Luzern
    19.02.2016
    Dies wird von den andersgläubigen Staaten seit jeher so gemacht. Nur wir meinen immer noch, irgend einmal etwas zurück zu bekommen.
  • Urs  Zaugg aus Oakleigh
    19.02.2016
    Bischof Felix Gmür hat es richtig gesagt. der Westen hilft den christlichen Flüchtlingen, die reichen Araber Staaten helfen ihren Glauben Bruder. Warum nehmen Saudi Arabien, Kuwait, Qatar, Emirats, etc keine `Flüchtlinge` auf? Die Araber wissen dass`Flüchtlinge`grosse Probleme mitbringen
  • Abbas  Schumacher , via Facebook 19.02.2016
    Frage mich auch, warum nehmen Länder mit muslimischen Glauben ihre armen muslimischen Glaubensbrüder nicht auf? z.B. die reichen Ölstaaten mit ihren reichen fanatischen Königen? Der Christliche Glauben ist da naive. Wenn er glaubt, bei Muslimen Boden gut zu machen. Im Koran steht, Andersgläubige dürfen wohl helfen, aber ein Muslim sei nicht verpflichtet darüber dankbar zu sein. Wer da hinsieht, bemerkt das auch, aber bei einigen ist das Helfersyndrom so gross, da wird das gerne übersehen!
  • Klaus  Müller 19.02.2016
    Das Grundproblem ist, dass Politik und Medien gar nicht mehr zwischen Asyl und Einwanderung unterscheiden. Beim befristeten Asyl geht es nur um Schutz und nicht um Integration. Da ist die Religion egal. Bei der Einwanderung macht es Sinn kulturnahe Gruppen zu favorisieren, weil eine echte Integration von Muslimen in keinem Land der Welt klappt. Der Koran verhindert das.