Nach 18 Jahren Bankräuber und Geiselnehmer gefasst

MÜNCHEN/INNSBRUCK - Gut 18 Jahre nach einem Bankraub mit Geiselnahme in München ist der mutmassliche Täter gefasst worden. Er ist weitgehend geständig und wurde nach Deutschland ausgeliefert.

  • Publiziert: 02.11.2012
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Mit diesem Foto suchte die Polizei damals nach Paun O.

Im Juni 1994 war der heute 43-jährige Paun O. zusammen mit vier Komplizen in die Wohnungen von zwei Bankangestellten eingedrungen. Dabei gingen sie brutal gegen die beiden Angestellten sowie deren Familien vor, misshandelten sie mit Elektroschocks und Schlägen und fesselten sie.

Mit den beiden Geiseln fuhr die Bande zu einer Bank, für deren Tresor die Mitarbeiter einen Schlüssel besassen. Dort wurden sie gezwungen, einen Safe zu öffnen. Die Täter erbeuteten 1,5 Millionen Mark.

Die Komplizen des 43-jährigen Serben wurden kurz nach der Tat gefasst und zu mehrjährigen Jugendstrafen verurteilt. Er selbst tauchte unter falschem Namen jahrelang unter.

Im September nahmen Fahnder Paun O. bei Innsbruck fest. Jetzt wurde er nach München ausgeliefert, sitzt dort in Untersuchungshaft. Er hat seine Tatbeteiligung weitgehend gestanden, teilte die Polizei mit. (SDA/kko)

Alle Kommentare (1)

  • Christoph  Fehr
    Körperverletzung, Geiselnahme plus bandenmässiger Raub macht summa summarum 15 Jahre, sagt mein Rechtsempfinden. Bei den Deutschen Gerichten besteht die Chance, dass es zu einem Urteil in dieser Grössenordnung kommt. Bei Schweizer Gerichten würde die Sache wohl anders beurteilt werden. Etliche Richter wären wohl bereit einen bedingten Strafvollzug anzuordnen. Begründung: jugendliches Alter und 18 Jahre vergangen seit der Tat. Bei mir ziehen solche Argumente nicht. Wer schwere Verbrechen begeht muss für den Rest seines Lebens riskieren dafür voll zur Rechenschaft gezogen zu werden!

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