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Auch wenn sich herausgestellt hat, dass der Unfall mit dem abgehobnenen Heliumballon und dem kleinen Falcon (6) an Bord eine für die Medien inszenierte Lügengeschichte war – in den USA ist dies kein Grund, die Familie Heene aus dem Rampenlicht zu stossen.
Jetzt interviewte die berühmte Journalistin Diane Sawyer die Familie für «ABC». Doch auch hier ging der Schuss nach hinten los. Vater Richard und Mutter Mayumi vermochten die Herzen der Zuschauer nach der Lügengeschichte nicht mehr zu erweichen, im Gegenteil: Denn während Sawyer sich mit Vater Richard unterhält und seine Frau und drei Kinder einmal mehr still daneben sitzen, muss sich Falcon auf einmal übergeben. Er schafft es zwar noch, mit Handzeichen auf das bevorstehende Malheur aufmerksam zu machen – bevor er es ihn mehrmals vor laufender Kamera zur besten Sendezeit landesweit «lupft». Vater Richard aber redet ungestört weiter, der Zustand seines Sohnes scheint ihn nicht im Geringsten zu interessieren.
Richard Heene ein Frauenschläger?
Die Zuschauer im ganzen Land sind empört. So schnell will man den Lügen-Eltern nicht verzeihen. Und es kommt noch dicker in diesem Medienzirkus: «ABC» berichtet, dass Vater Richard seine Frau Mayumi schlagen soll. Mayumi habe in der Vergangenheit die Polizei wegen häuslicher Gewalt alarmiert, um dann mit zerschlagenem Gesicht doch keine Anzeige zu machen. Nachbarn der Heenes wissen allerdings nichts von häuslichem Streit. Sicher ist: Das Medien-Karussell rund um die Heenes dreht sich weiter. Damit steht die Familie schlussendlich da, wo sie hinwollte: im Rampenlicht der nationalen Medien.
Letzte Woche war die Heene-Geschichte um die Welt gegangen: Ein von Richard Heene konstruierter Heliumballon war versehentlich abgehoben – zusammen mit dem kleinen Flacon (6). Die Polizei tat alles, um den Ballon auf den Boden zu holen, doch dieser war leer. Dann Entwarnung: Falcon soll sich auf dem Dachboden versteckt haben, aus Angst vor Schimpfis seines Vaters (Blick.ch berichtete). Süss, aber frei erfunden, wie sich herausstellte: Das Ganze sollte die Familie lediglich berühmt machen. Das hatte Falcon vor laufender Kamera bei «CNN»-Koryphäe Larry King ausgeplaudert. (gux)