Balkan-Route ist dicht: Leere auf der einen – Alarm auf der anderen Seite

Im Balkan werden immer weniger Flüchtlinge registriert. Währenddessen sind Tausende in Griechenland gestrandet.

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Von Griechenland in Richtung Norden geht es für die Flüchtlinge auf der Balkanroute seit mehreren Tagen nur noch im Schneckentempo weiter. Die mazedonische Polizei hat gestern nur 480 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak von Griechenland her einreisen lassen. Dies berichten griechische Medien. Heute sind bisher 30 Personen dazugekommen. «Die Grenze ist jetzt wieder geschlossen», berichten Reporter am Morgen jedoch vor Ort im griechischen Grenzort Idomeni.

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Die Balkan-Route führt von der Türkei über Griechenland nach Westeuropa. KEY

Ende des letzten Jahres waren es zum Teil noch über 4000 Menschen pro Tag, die über Mazedonien in Richtung Westen strömten. Fotos aus dem Registrierungszentrum im slowenischen Dobova zeigen den Rückgang eindrücklich: Auf den gestern aufgenommenen Bildern ist kein einziger Mensch zu sehen.

11'000 wollen durch

Auf der griechischen Seite der Grenze harren derweil Tausende aus. Sie hoffen, dass Mazedonien seinen Grenzzaun doch noch für alle öffnet. Schätzungen zufolge warten bei Idomeni mehr als 11'000 Flüchtlinge.

Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe. Im ganzen Land sind wegen der unterbrochenen Balkan-Route geschätzt mehr als 25'000 Menschen stecken geblieben. Täglich kommen fast 2000 neue Flüchtlinge von der Türkei aus über die Ägäis an. Insidern zufolge soll diese Zahl nach dem Willen der EU und insbesondere Deutschlands auf unter 1000 gedrückt werden.

Finanzielle Hilfe der EU

Trotzdem rechnet Athen damit, bald rund 100'000 Menschen versorgen zu müssen. Deshalb werden in Nord- und Mittelgriechenland mehrere Aufnahmelager errichtet - in ehemaligen Kasernen, verlassenen Lagerhallen und alten Flugplätzen.

Die EU will von der Flüchtlingskrise besonders betroffene Länder wie Griechenland in den kommenden drei Jahren mit zusätzlichen 700 Millionen Euro unterstützen. Die ersten 300 Millionen sollen noch im laufenden Jahr fliessen.

Tsipras kritisiert Grenzschliessungen

Der griechischen Regierungschef Alexis Tsipras kritisierte die Weigerung einiger EU-Staaten, an der beschlossenen Umsiedlung von Flüchtlingen teilzunehmen. Zudem verurteilte er die willkürliche Schliessung der Grenzen einiger EU-Staaten. Beim EU-Türkei-Gipfel in Brüssel werde Griechenland Sanktionen gegen diejenigen EU-Staaten fordern, die die Beschlüsse der EU nicht in die Tat umsetzen. (SDA/noo)

Publiziert am 03.03.2016 | Aktualisiert am 07.03.2016
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16 Kommentare
  •   04.03.2016
    Jeder kommt, unkontrolliert! Wissen wir ob da flüchtige Kriminelle, Mörder und Kriegsverbrecher kommen, von welcher Seite auch immer. Bringen sie Krankheiten mit? Wer sagt, dass ihre Papiere inkl. Schul- und Abschlusszeugnisse echt sind? Da wo sie sind, sind sie in Sicherheit, eine Frechheit, dass sie entscheiden, dass sie dahin wollen, wo sie wollen, nötigenfalls auch mit Gewalt, obwohl sie sicher sind! Die sollen dort erstmal durchatmen und froh sein! Erst mal jeden genau kontrollieren!
  • Tea  Caba 04.03.2016
    Auf den Bildern praktisch nur junge fitte Männer und Jünglinge, während Frauen (u.a. in Syrien) gegen den IS kämpfen!!
  • Roland  Truog 04.03.2016
    Die sogenannten "Flüchtlinge" sind sehr gut unter einander Vernetzt, dass bald eine andere Route gefunden wird. ich weiss genau von was ich schreibe...habe mit etlichen solchen Menschen zu tun gehabt. Das ganze hat System. Vor Ort helfen und wenn dass nicht genehm ist, sich selber überlassen.
  • jürg  frey aus teufen
    04.03.2016
    Das Problem ist, sie verstehen nicht mal NEIN. Die Türkei auch nicht. Griechen müssen halt die See auch dicht machen.
  • marcel  kohli 04.03.2016
    wenn ich all die bilder anschaue, sieht man ganz klar das es 95 Prozent gewaltpotenzial ist, das nach westen will.!!
    frauen und kinder ok, aber die 95 Prozent bitte "retournieren" !!